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Änderungen bei den Sprachquoten im Fernsehen – 60% Ukrainisch

In der Ukraine sind seit dem 31. März 2023 neue Bestimmungen des Mediengesetzes in Kraft, die die Anforderungen an die Verwendung der Landessprache im Bereich Fernsehen und audiovisueller On-Demand-Dienste erheblich verschärfen.

In der Ukraine sind seit dem 31. März 2023 neue Bestimmungen des Mediengesetzes in Kraft, die die Anforderungen an die Verwendung der Landessprache im Bereich Fernsehen und audiovisueller On-Demand-Dienste erheblich verschärfen. Diese Änderungen, die in der Gesellschaft auf großes Interesse gestoßen sind, zielen darauf ab, die ukrainische Sprache und Kultur im Medienumfeld des Landes zu unterstützen.

Gemäß den neuen Regeln müssen in jedem Paket von Fernsehsendern, die in der Ukraine lizenziert oder registriert sind, mindestens 60% der Sender in der Landessprache senden. Dies bedeutet, dass die Zuschauer mit einem deutlich höheren Anteil an ukrainischsprachigem Inhalt im Programm rechnen können. Für Online-Dienste, wie Streaming-Plattformen, muss der Anteil an Filmen und Programmen in ukrainischer Sprache in den Katalogen mindestens 25% betragen. Bei Vorhandensein mehrerer Tonspuren muss die ukrainische Sprache als Standard festgelegt werden, was ebenfalls die Bedeutung der ukrainischen Sprache in digitalen Medien unterstreicht.

Über diese Neuerungen informierte der Pressedienst der Werchowna Rada und wies darauf hin, dass die entsprechenden Anforderungen in Teil 12 und Teil 14 des Artikels 40 des Mediengesetzes verankert sind. Diese gesetzgeberische Entscheidung stellt einen wichtigen Schritt zur Unterstützung der ukrainischen Sprache und Kultur dar, insbesondere angesichts der modernen Herausforderungen, mit denen das Land konfrontiert ist.

Das Gesetz sieht außerdem vor, dass die Übertragung von Fernsehsendern aus der Europäischen Union die Anbieter nicht von der Verpflichtung entbindet, die ukrainischen Quoten im Paket einzuhalten. Dies bedeutet, dass selbst wenn die Fernsehsender aus dem Ausland stammen, sie den neuen Sprachanforderungen entsprechen müssen, was die Bedeutung der nationalen Identität in den Medien unterstreicht.

„Die Kontrolle über die Sprache des Inhalts umfasst sowohl die Pakete von Fernsehsendern als auch Online-Kinos, Streaming-Plattformen und andere Dienste, die Zugang zu Filmen und Programmen auf Abruf bieten“, erklärte der Pressedienst des Parlaments. Diese Kontrolle zielt darauf ab, sicherzustellen, dass die ukrainische Sprache in allen Formen von Medien, die den Verbrauchern zur Verfügung stehen, präsent ist.

Darüber hinaus wies der Pressedienst darauf hin, dass die Tätigkeit im Bereich Fernsehen auch durch Punkt 7 von Teil 8 des Artikels 40 des Mediengesetzes geregelt wird. Dieser legt fest, dass nicht in der Landessprache verwendete Äußerungen nur in kurzen Phrasen oder Repliken, die 10% der Programmdauer nicht überschreiten, zulässig sind. Alle anderen Beiträge müssen in der Landessprache synchronisiert oder übersetzt werden, was die Notwendigkeit der Verwendung der ukrainischen Sprache in den Medien weiter unterstreicht.

Die Einführung der Sprachquoten stellt die letzte Phase einer schrittweisen Erhöhung dar: 30% im Jahr 2024, 45% im Jahr 2025 und 60% ab dem 31. März 2026. Dies zeigt den schrittweisen, aber entschlossenen Fortschritt der Ukraine in der Stärkung ihrer Sprachpolitik.

Wie bereits berichtet, erhielt die im Jahr 2019 verabschiedete ukrainische Rechtschreibung ab dem 1. März 2026 den Status eines staatlichen Standards. Dies ist ein weiterer wichtiger Schritt zur Unterstützung der ukrainischen Sprache und deren Anerkennung auf staatlicher Ebene.

Somit sind die neuen Anforderungen an die Sprachquoten im Fernsehen und in Online-Diensten ein wichtiger Schritt zur Unterstützung der ukrainischen Sprache, der das Engagement des Staates zum Schutz und zur Entwicklung der nationalen Kultur unterstreicht.