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Gericht in Rom erklärt Preiserhöhung für Netflix-Abonnements für illegal

Ein Gericht in Rom hat eine wegweisende Entscheidung getroffen, die die Preiserhöhungen für Netflix-Abonnements in Italien betrifft, und erklärte mehrere dieser Erhöhungen für rechtswidrig. Dieses Urteil könnte erhebliche finanzielle Folgen für das Unternehmen haben, da das Gericht Netflix verpflichtet hat, den Nutzern überzahlte Beträge zurückzuerstatten.

Ein Gericht in Rom hat ein wichtiges Urteil gefällt, das die Preiserhöhungen für Netflix-Abonnements in Italien betrifft, und erkannte mehrere dieser Erhöhungen als illegal an. Dieses Urteil könnte gravierende finanzielle Konsequenzen für das Unternehmen haben, da das Gericht Netflix dazu verpflichtet hat, den Nutzern überzahlte Beträge zurückzuerstatten, was für jeden Abonnenten Hunderte von Euro betragen könnte.

Wie das Magazin Interesting Engineering berichtet, entschied das Gericht, dass Netflix gegen das Verbraucherschutzgesetz verstoßen hat, als es die Preise für seine Dienste ohne klar definierte Gründe in den Nutzungsbedingungen erhöhte. Die Klage gegen das Unternehmen wurde von der italienischen Organisation Movimento Consumatori eingereicht, die sich für die Rechte der Verbraucher einsetzt.

Die Richter prüften sorgfältig, wie klar Netflix mögliche zukünftige Preisänderungen erklärte. Nach italienischem Recht sind Unternehmen verpflichtet, die Gründe für Änderungen der Vertragsbedingungen deutlich anzugeben. In ihrem Urteil stellte das Gericht fest, dass die Plattform dieser Anforderung nicht nachgekommen ist, was zu den illegalen Preiserhöhungen führte.

Insbesondere handelt es sich um Preiserhöhungen, die zwischen 2017 und 2024 stattgefunden haben. Das Gericht erklärte diese Erhöhungen für rechtlich ungültig und betonte, dass selbst Warnungen an die Nutzer oder die Möglichkeit, das Abonnement zu kündigen, die transparenten Bedingungen im Vertrag nicht ersetzen können.

Die Anwälte Paolo Fiorio und Corrado Pinna erläuterten, dass die illegalen Preiserhöhungen für den Premium-Plan insgesamt 8 Euro pro Monat betrugen, während es für den Standard-Plan 4 Euro waren. Sie wiesen darauf hin, dass ein Nutzer des Premium-Abonnements, der seit 2017 zahlt, etwa 500 Euro Entschädigung erhalten könnte, während ein Nutzer des Standard-Abonnements rund 250 Euro zurückbekommen könnte.

Das Gericht verpflichtete Netflix außerdem, innerhalb von 90 Tagen alle betroffenen Nutzer über verschiedene Kanäle, einschließlich E-Mail und öffentliche Bekanntmachungen, zu informieren. Bei Nichteinhaltung dieser Verpflichtung droht dem Unternehmen eine Strafe von 700 Euro für jeden Tag der Verzögerung.

Darüber hinaus wurde das Unternehmen angeordnet, die aktuellen Preise unter Berücksichtigung der illegalen Erhöhungen zu senken. Beispielsweise hat ein Nutzer des Premium-Plans, der sich 2017 angemeldet hat und derzeit 19,99 Euro zahlt, das Recht, dieselben Dienste für 11,99 Euro zu erhalten.

Die Organisation Movimento Consumatori erklärte, dass sie eine Sammelklage einreichen könnte, falls Netflix das Urteil nicht umsetzt. Dies unterstreicht die Ernsthaftigkeit der Situation und die Bereitschaft der Verbraucher, ihre Rechte zu verteidigen.

Vertreter von Netflix haben bereits angekündigt, dass das Unternehmen plant, gegen dieses Urteil Berufung einzulegen. Ein Unternehmenssprecher betonte, dass Netflix die Verbraucherrechte ernst nimmt und der Meinung ist, dass seine Bedingungen den italienischen Gesetzen entsprechen.

Seit April 2025 hat das Unternehmen die Nutzungsbedingungen aktualisiert, in denen festgelegt ist, unter welchen Umständen die Preise geändert werden können, insbesondere aus technischen oder regulatorischen Gründen. Diese Aktualisierung könnte Teil von Netflix' Strategie sein, um ähnliche Situationen in der Zukunft zu vermeiden.

Obwohl dieses Urteil nur Italien betrifft, könnte es Auswirkungen auf andere Länder haben, da Regulierungsbehörden weltweit zunehmend darauf achten, wie Streaming-Dienste Preiserhöhungen rechtfertigen. Dies könnte zu einer Veränderung der Preiserhöhungspraxis in der Branche führen, was zweifellos Millionen von Nutzern weltweit betreffen wird.