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Passive Verteidigung Irans erweist sich als effektiv, kann jedoch keinen umfassenden Schutz gewährleisten - Türkischer Forscher

In einer neuen Studie hebt der türkische Analyst Oral Toga die Effektivität der passiven Verteidigung Irans hervor, warnt jedoch, dass diese allein nicht ausreicht, um das Land vollständig zu schützen.

In seinem neuen Bericht, der für das Zentrum für Iran-Studien veröffentlicht wurde, beleuchtet der türkische Analyst Oral Toga die Effektivität der passiven Verteidigung Irans. Laut Toga hat sich diese als besser erwiesen, als ursprünglich erwartet. Dennoch betont er, dass diese Form der Verteidigung allein nicht in der Lage ist, einen umfassenden Schutz für das Land zu gewährleisten. Toga hebt hervor, dass die passive Verteidigung es ermöglicht hat, einen Teil des militärischen Potenzials auch während massiver Angriffe zu bewahren, jedoch bleiben ihre Möglichkeiten ohne Unterstützung anderer Verteidigungselemente begrenzt.

Ein zentrales Problem, das der Analyst anspricht, ist die unzureichende Aufmerksamkeit für die zivile Resilienz. Besonders hebt er die mangelnde Anzahl an Schutzräumen, die unzureichende Lebensmittelversorgung und die Energieinfrastruktur hervor. "In Teheran und anderen großen Städten fehlen funktionale Bunker. Dies stellt ernsthafte Risiken für die Zivilbevölkerung während Luftangriffen dar. Diese Lücke verringert die allgemeine Resilienz des Staates gegenüber einem langanhaltenden Konflikt erheblich", erklärt Toga.

Darüber hinaus weist der Experte darauf hin, dass Angriffe auf die Energieinfrastruktur des Landes Risiken für die Ernährungssicherheit schaffen. Obwohl das passive Verteidigungssystem in der Lage war, Raketen zu bewahren, gefährdet es die Fähigkeit, die Bevölkerung mit Lebensmitteln zu versorgen. "Energieverluste wirken sich direkt auf Produktion und Logistik aus. Dies kann zu weitreichenden humanitären Folgen führen", fügt er hinzu.

Toga betont auch, dass passive Verteidigung aktive Luftverteidigungssysteme nicht ersetzen kann. "Passive Verteidigung ist keine Alternative, sondern eine Ergänzung zur aktiven Verteidigung. Das Verteidigungssystem verliert an Effektivität, wenn die Luftüberlegenheit des Gegners absolut ist. Daher ist ein Gleichgewicht zwischen diesen Elementen von entscheidender Bedeutung", fasst der Forscher zusammen.

Die Strategie der passiven Verteidigung Irans besteht darin, kritische Infrastrukturen durch Verstärkung und Verbergung zu schützen. Dies beinhaltet die Verlagerung wichtiger Objekte unter die Erde und deren Duplizierung, um das Überleben während Bombardierungen zu sichern. Diese Strategie wurde nach dem Iran-Irak-Krieg, der von 1980 bis 1988 dauerte und die Verwundbarkeit Irans gegenüber Luftangriffen offenbarte, entwickelt. Nach der Invasion der USA im Irak im Jahr 2003 und dem Einsatz von hochpräzisen Waffen wurde der Prozess der Verlagerung wichtiger Objekte unter die Erde in Iran beschleunigt.

Erst kürzlich erklärte der US-Präsident Donald Trump, dass der Krieg mit Iran "nahe dem Ende" sei und möglicherweise noch zwei bis drei Wochen andauern könnte. Diese Aussage hat Besorgnis in der internationalen Gemeinschaft ausgelöst, da die Situation in der Region angespannt bleibt und die Folgen eines möglichen Konflikts katastrophal sein könnten.

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