41 Länder bereit, Sicherheit in der Straße von Hormuz zu fördern, jedoch unter der Bedingung eines Kriegsendes - Politico
Im Rahmen eines von der britischen Regierung organisierten Telefonats äußerten die Führer von 41 Ländern ihre Besorgnis über die Situation in der Straße von Hormuz, einem wichtigen Handelsweg für die Weltwirtschaft.
Die Führer der 41 Länder kritisierten Iran für dessen Handlungen, die ihrer Meinung nach darauf abzielen, die Weltwirtschaft als Geisel zu nehmen. In dem Gespräch wurden mögliche Sanktionen erörtert, und die Teilnehmer versprachen, den diplomatischen Druck auf Teheran zu erhöhen, um die Blockade dieses strategischen Wasserwegs zu beenden.
Bei dem Treffen, an dem Vertreter der Europäischen Union, Frankreichs, Deutschlands, Bahrains, der Vereinigten Arabischen Emirate und Kanadas teilnahmen, wurde deutlich, dass die Länder, die von US-Präsident Donald Trump zu aktiveren Maßnahmen in der Region aufgefordert wurden, ein sofortiges Waffenstillstandsangebot verlangen, bevor sie weitere Schritte in Erwägung ziehen. Dies unterstreicht die Komplexität der Situation und die Notwendigkeit diplomatischer Bemühungen zur Lösung des Konflikts.
Laut Informationen der britischen Seite einigten sich die Teilnehmer des Treffens auf die Notwendigkeit, den internationalen Druck auf Iran zu verstärken, insbesondere über die Vereinten Nationen, um klare und koordinierte Signale an Teheran zu senden, dass ein ungehinderter Transit durch die Straße von Hormuz gewährleistet werden muss. Sie betonten auch die Wichtigkeit eines umfassenden Verzichts auf die Erhebung von Gebühren für Schiffe, die diesen strategischen Wasserweg passieren möchten.
Die Teilnehmer des Treffens versprachen, die Möglichkeit koordinierter wirtschaftlicher und politischer Maßnahmen, einschließlich Sanktionen, zu prüfen, um den Druck auf Teheran zu erhöhen, falls die Situation in der Straße von Hormuz angespannt bleibt. Ein wichtiger Aspekt der Diskussion war die Unterstützung eines größeren Markt- und Betriebvertrauens, das den Austausch von Informationen mit Schifffahrtsbetreibern und Branchenorganisationen umfasst.
Dennoch zeigte das 90-minütige Gespräch auch die Zurückhaltung der von Trump unter Druck gesetzten Staaten, militärische Kräfte in der Straße von Hormuz zu stationieren, solange der Krieg andauert. Die britische Außenministerin Yvette Cooper, die dieses wichtige Gespräch moderierte, versprach, Militärplaner einzuberufen, um Wege zur Mobilisierung kollektiver Verteidigungsressourcen zu erörtern, einschließlich Minenräumungsmissionen. Sie stellte jedoch klar, dass jegliche Maßnahmen nur nach einem Abflauen des Konflikts ergriffen werden.
Das erste Treffen zu diesem Thema ist für Dienstag geplant, was die Ernsthaftigkeit der Absichten der Teilnehmer zur Lösung der Situation in der Straße von Hormuz unterstreicht. Deutschland hat ebenfalls seine Bereitschaft bestätigt, beim Schutz der Straße zu helfen, sobald die Kampfhandlungen eingestellt werden. Der französische Präsident Emmanuel Macron äußerte die Ansicht, dass eine militärische Operation zur Befreiung der Straße von Hormuz "unrealistisch" wäre und betonte die Notwendigkeit eines diplomatischen Ansatzes zur Lösung des Konflikts.
Dieser Anruf fand im Rahmen umfassenderer diplomatischer Bemühungen statt, die darauf abzielen, die Straße von Hormuz zu öffnen. Frankreich beriet Bahrain insbesondere über einen Resolutionsentwurf des UN-Sicherheitsrats, der darauf abzielte, rechtliche Unterstützung für die gewaltsame Öffnung des Wasserwegs zu erhalten, falls dies notwendig sein sollte. Die Anwendung von Gewalt gemäß Kapitel 7 der UN-Charta bleibt jedoch ein umstrittenes Thema. Ein europäischer Diplomat bemerkte, dass die letzte Version des Resolutionsentwurfs die Unterstützung Großbritanniens, jedoch nicht die Frankreichs hat, das Bahrain ursprünglich bei der Ausarbeitung des Dokuments unterstützt hatte.
Es ist wichtig zu beachten, dass jede Resolution zur Öffnung der Straße von Hormuz die Unterstützung aller fünf ständigen Mitglieder des Sicherheitsrats, einschließlich Russland und China, erfordern würde. Der oben genannte EU-Diplomat äußerte Skepsis hinsichtlich der Möglichkeit, die Unterstützung Russlands für eine solche Resolution zu gewinnen, angesichts seiner langjährigen Unterstützung für Iran. Wie Ukrinform berichtete, ist der estnische Außenminister Margus Tsahkna der Meinung, dass zusätzliche Sanktionen gegen Iran erforderlich sind, um die Schifffahrt in der Straße von Hormuz wiederherzustellen.
Foto: U.S. Naval Forces Central Command
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