Kyiv Post

Zelensky warnt: Je länger der Krieg im Nahen Osten dauert, desto größer ist die Bedrohung für die Waffenversorgung der Ukraine

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj äußerte ernsthafte Bedenken hinsichtlich der möglichen Folgen eines anhaltenden Krieges im Nahen Osten für die Waffenlieferungen an die Ukraine. Er betonte, dass die Ukraine auf mögliche Engpässe in der militärischen Unterstützung vorbereitet sein müsse.

Der Präsident der Ukraine, Wolodymyr Selenskyj, hat sich besorgt über die möglichen Konsequenzen eines langanhaltenden Krieges im Nahen Osten für die Waffenversorgung in der Ukraine geäußert. Während seiner Rede am 2. April erklärte er, dass je länger der Konflikt andauere, desto größer die Gefahr sei, dass die Ukraine nicht die notwendige militärische Unterstützung erhalte. Diese Äußerungen unterstreichen die Dringlichkeit der Situation und die Notwendigkeit, sich auf mögliche Veränderungen in der internationalen Unterstützung vorzubereiten.

„Je länger der Krieg im Nahen Osten dauert, desto größer ist die Bedrohung, dass wir keine Waffen erhalten“, betonte Selenskyj. Er wies darauf hin, dass die Ukraine bereit sein müsse, sich auf alle Veränderungen in der internationalen Unterstützung einzustellen. Trotz der zunehmenden Spannungen im Zusammenhang mit dem Iran gebe es derzeit keine Anzeichen für mögliche Unterbrechungen der Waffenlieferungen aufgrund des PURL-Programms, fügte er hinzu.

Selenskyj machte deutlich, dass die Ukraine sich bereits seit einiger Zeit der möglichen Einschränkungen in der westlichen Unterstützung bewusst sei. „Bereits im Jahr 2023 haben wir ein Treffen abgehalten, und ich sagte unseren Militärs, dass wir uns auf die Möglichkeit vorbereiten müssen, dass die Hilfe der USA eingestellt oder eingeschränkt und nicht kostenlos sein könnte“, erklärte er. „Wir müssen die Lieferungen diversifizieren und den Einsatz bestimmter knapper Waffentypen reduzieren.“

Laut dem Präsidenten hat diese strategische Veränderung dazu geführt, dass die Ukraine begonnen hat, die Produktion von Drohnen anstelle von Artilleriemunition zu priorisieren. „Wir haben auf Drohnen statt auf Artilleriemunition gesetzt… und das hat funktioniert – jetzt sehen alle an der Front die Ergebnisse“, hob Selenskyj hervor.

Diese Kommentare des Präsidenten fielen in den Rahmen seines Besuchs in London, wo er sich mit Mitgliedern des britischen Parlaments traf. Der Besuch fand vor seiner geplanten Reise nach Spanien am 19. März statt und geschah vor dem Hintergrund von Zusagen europäischer Verbündeter, die Unterstützung für Kiew im Konflikt mit Russland fortzusetzen. Dieser Kontext verdeutlicht die Bedeutung internationaler Unterstützung für die Ukraine angesichts der ständigen Bedrohung durch den Aggressor.

Darüber hinaus äußerte Selenskyj auch Besorgnis über breitere geopolitische Ereignisse, die die Sicherheit der Ukraine beeinflussen könnten. Er betonte, dass Konflikte in anderen Regionen, insbesondere im Nahen Osten, ernsthafte Folgen für die globale Stabilität und Sicherheit haben könnten. In einer Zeit, in der die Ukraine weiterhin um ihre Unabhängigkeit kämpft, ist es wichtig, dass die internationale Gemeinschaft in ihrer Unterstützung geeint bleibt.

Die Äußerungen des Präsidenten spiegeln nicht nur die aktuellen Herausforderungen wider, mit denen die Ukraine konfrontiert ist, sondern auch die Notwendigkeit, sich an neue Bedingungen im globalen Kontext anzupassen. Angesichts der Tatsache, dass militärische Konflikte die Waffen- und Ressourcenlieferungen beeinflussen können, muss die Ukraine auf alle Veränderungen in der internationalen Politik und Unterstützung vorbereitet sein.