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Start der e-Excise-System in der Ukraine — durch technische Probleme gefährdet

Ab dem 1. November 2026 soll in der Ukraine das e-Excise-System in Betrieb genommen werden, das darauf abzielt, die Buchführung und Kontrolle über den Handel mit verbrauchsteuerpflichtigen Waren zu vereinfachen. Doch trotz der nur noch sechs Monate bis zur Einführung ist das System noch nicht stabil genug für umfassende Funktionstests.

Ab dem 1. November 2026 soll in der Ukraine das e-Excise-System in Betrieb genommen werden, das darauf abzielt, die Buchführung und Kontrolle über den Handel mit verbrauchsteuerpflichtigen Waren zu vereinfachen. Doch trotz der nur noch sechs Monate bis zur Einführung ist das System noch nicht stabil genug für umfassende Funktionstests. Diese Situation sorgt für Besorgnis unter den Marktteilnehmern, die bereits jetzt zahlreiche Probleme feststellen, die einer erfolgreichen Implementierung des Systems im Wege stehen könnten.

Derzeit finden kontinuierliche Nachbesserungen am e-Excise-System statt, was die Vorbereitung der Unternehmen auf die Einführung erschwert. Dies berichtet die Europäische Wirtschaftsvereinigung, die darauf hinweist, dass Teilnehmer aus den Tabak- und Alkoholmärkten sowie dem Einzelhandel Bedenken hinsichtlich des Zustands des Systems äußern.

Laut Angaben des Staatlichen Steuerdienstes sind derzeit nur 0,5 % des Einzelhandelssegments im System registriert, obwohl die Tests bereits vor drei Monaten begonnen haben. Dies deutet darauf hin, dass die Unternehmen nicht in der Lage sind, sich schnell genug an die neuen Bedingungen anzupassen, was zu erheblichen finanziellen Verlusten führen könnte.

Die Wirtschaft warnt, dass im Falle von Störungen oder einem Ausfall des Systems nach der Einführung jeder Tag, an dem das e-Excise-System nicht funktioniert, zu Verlusten im Staatshaushalt von etwa 500 Millionen UAH führen könnte. Diese Schätzungen wurden von Mitgliedsunternehmen der Europäischen Wirtschaftsvereinigung während einer Expertenrunde am 1. April geäußert. Die Marktteilnehmer betonten, dass derzeit eine Reihe kritischer technischer und normativer Probleme bestehen, die die Bereitschaft des Systems zur Einführung innerhalb des festgelegten Zeitrahmens in Frage stellen.

Zu den wichtigsten technischen Problemen, die von der Wirtschaft angesprochen wurden, gehören mehrere zentrale Punkte. Erstens wurde die versprochene Festlegung der technischen Dokumentation ab dem 1. Januar nicht erfüllt. Obwohl die Dokumentation festgelegt werden sollte, erhält die Wirtschaft weiterhin neue Releases und Änderungen, was eine stabile Integration und systematische Tests unmöglich macht.

Zweitens fehlen bestimmte Elemente der grundlegenden Funktionalität des Systems. Beispielsweise führt die unvollständige Integration des Einheitlichen Registers der Lagerorte dazu, dass nicht alle Lagerorte im System angezeigt werden und einige Datensätze keine strukturierten Adressen enthalten. Dies erschwert die Erstellung von Objekten für wirtschaftliche Betreiber, die die Grundlage für die Erstellung von elektronischen Verbrauchsteuerdokumenten (EVD) bilden, und blockiert faktisch das Testen der Schlüssel-Funktionalität — den Transport von Produkten und den Austausch von EVD.

Darüber hinaus ist die Offline-Anwendung kritisch unvorbereitet. Das Gesetz erlaubt den Betrieb bis zu 72 Stunden im Falle eines Systemausfalls, jedoch wurde die technische Dokumentation für die Offline-Lösung erst Ende Februar und nicht vollständig bereitgestellt. Mobile Versionen sind nach wie vor nicht einsatzbereit, und die Installation ist derzeit unmöglich.

Die Marktteilnehmer wiesen auch auf legislative Risiken hin. Während der Entwicklung und Testphase des Systems wurden Unstimmigkeiten festgestellt, die gesetzliche Änderungen erfordern. Der entsprechende Gesetzesentwurf wurde bisher nicht eingereicht, was ein zusätzliches Risiko schafft: Selbst nach Abschluss der technischen Integration müssen einige Prozesse überarbeitet oder neu gestaltet werden, nachdem die Änderungen verabschiedet wurden.

Die Marktteilnehmer betonten, dass für einen erfolgreichen Start des Systems am 1. November das e-Excise-System vollständig, stabil und umfassend getestet sein muss, und die rechtlichen Grundlagen endgültig geregelt sein sollten. Die Wirtschaft fordert, sowohl das System als auch den normativen Teil so schnell wie möglich in einen ordnungsgemäßen Zustand zu bringen, damit die Einführung rechtzeitig und ohne Risiken für den Staat und den Markt erfolgen kann.

Insbesondere besteht die Geschäftswelt auf den folgenden Schritten: den Funktionsumfang des Systems zu finalisieren und die Möglichkeit eines vollständigen durchgängigen Funktionstests in der gesamten Lieferkette zu gewährleisten. An der Diskussion über die Probleme bei der Nutzung des e-Excise-Systems nahmen Vertreter von Wirtschaftsverbänden wie UkrTjutyun, der Amerikanischen Handelskammer, dem Verband Ukrainischer Unternehmer, dem Ukrainischen Food-Retail-Allianz, UkrHorilka sowie Fachleute des Finanzministeriums, des Staatlichen Steuerdienstes, des Staatlichen Zolldienstes und des Poligrafkombinat Ukraine teil.

Es sei daran erinnert, dass die Regierung am 26. Dezember 2025 einen Beschluss zur Verschiebung des elektronischen Systems für den Handel mit alkoholischen Getränken, Tabakwaren und elektronischen Zigaretten (e-Excise) gefasst hat. Die Situation hinsichtlich der Vorbereitung auf die Einführung des Systems bleibt unter strenger Kontrolle der Geschäftswelt und der staatlichen Behörden.