Eroberung der iranischen Insel Khark: Wird dies eine neue Herausforderung für die amerikanischen Streitkräfte?
Der ehemalige Präsident des Unternehmens Kyivstar und Gründer des Bildungsprojekts Kontora Pi, Petro Tschernischow, hebt die Situation rund um die iranische Insel Khark hervor, die möglicherweise Gegenstand militärischer Aktionen werden könnte.
Der ehemalige Präsident des Unternehmens Kyivstar und Gründer des Bildungsprojekts Kontora Pi, Petro Tschernischow, hebt die Situation rund um die iranische Insel Khark hervor, die möglicherweise Gegenstand militärischer Aktionen werden könnte. Wenn man diese Frage theoretisch betrachtet, erscheint die Eroberung der Insel durch amerikanische Fallschirmjäger nicht als besonders schwierige Aufgabe. Wichtiger ist jedoch die Frage, was nach einer solchen Eroberung geschehen würde.
Vor etwa anderthalb Jahren hatte Tschernischow dieses Thema bereits angesprochen, als es nicht im Fokus der ukrainischen Medien stand. Die Insel Khark, die im Persischen Golf liegt, ist strategisch wichtig, da über ihren Terminal etwa 90 % des iranischen Ölexports abgewickelt werden. Ihre Fläche beträgt lediglich 6 auf 4 Kilometer, von denen ein Drittel von einem Ölhafen mit riesigen Lagertanks und Infrastruktur zur Ölbevorratung eingenommen wird, während das andere Drittel von Verteidigungsanlagen besetzt ist, die laut Trump und Israel bereits in Trümmer liegen.
Die Insel hat eine nahezu flache Oberfläche mit einer maximalen Höhe von etwa 80 Metern, was sie anfällig für Angriffe macht. Nach Ansicht von Tschernischow würde die Eroberung einer solchen Insel durch amerikanische Streitkräfte wahrscheinlich keine ernsthaften Schwierigkeiten verursachen. Weitaus interessanter ist jedoch die Frage, was nach der Eroberung geschehen würde – wie würden die amerikanischen Marines und Fallschirmjäger auf massierte Angriffe von FPV-Drohnen reagieren?
Stellen wir uns eine Situation vor, in der hunderte, möglicherweise sogar tausende FPV-Drohnen auf die Insel fliegen. In einem solchen Szenario befinden sich die amerikanischen Streitkräfte in einer schwierigen Lage, da es physisch unmöglich ist, sich zu verteilen, und der gesamte Raum der Insel aus der Luft perfekt einsehbar und beschussfähig ist. Dies wirft die Frage auf, wie die amerikanischen Streitkräfte mit einer solchen Bedrohung umgehen werden, insbesondere angesichts der Tatsache, dass der massenhafte Einsatz von FPV-Drohnen unter realen Kampfbedingungen für sie eine neue Erfahrung darstellt.
Thomas Friedman, ein bekannter amerikanischer Journalist, weist darauf hin, dass sich die Situation weiter kompliziert, wenn FPV-Drohnen über Glasfasersteuerung betrieben werden. In diesem Fall wird es praktisch unmöglich, sie mit elektronischen Kampfsystemen (EW) zu neutralisieren, da kein Radiosignal vorhanden ist, das gestört werden könnte. Darüber hinaus gibt es auch Kamikaze-Drohnen, die von U-Booten oder Booten gestartet werden können, was die Situation für die amerikanischen Streitkräfte weiter erschwert.
Die geografische Lage spielt ebenfalls eine wichtige Rolle: Die Entfernung von der Insel zum iranischen Festland beträgt etwa 30 Kilometer, was eine optimale Distanz für den Einsatz von Glasfaser-FPV-Drohnen darstellt. Dies ermöglicht eine zuverlässige Kommunikation und Kontrolle über die Drohnen, was die Insel in ein hochmodernes Ziel verwandeln könnte, wo der Schutz vor Angriffen von oben praktisch unmöglich wäre.
Somit weckt der Gedanke an die möglichen Folgen der Eroberung der Insel Khark Besorgnis. Wird dies Schach und Matt in modernen Kriegen bedeuten? Diese Frage bleibt offen, erfordert jedoch zweifellos eine ernsthafte Analyse und Diskussion.
Der Text wurde mit Genehmigung des Autors veröffentlicht.
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