Über 2800 Drohnen und 1350 gelenkte Bomben auf die Ukraine - Zelensky
Präsident der Ukraine, Wolodymyr Selenskyj, hat in einer Mitteilung über gravierende militärische Bedrohungen berichtet, denen das Land ausgesetzt ist. In der vergangenen Woche führten russische Streitkräfte mehr als 2800 Angriffe mit Kampfdrohnen durch.
In einer alarmierenden Mitteilung über die sozialen Medien hat der Präsident der Ukraine, Wolodymyr Selenskyj, die Öffentlichkeit über die ernsthaften militärischen Bedrohungen informiert, mit denen das Land konfrontiert ist. Laut Selenskyj haben die russischen Streitkräfte in der letzten Woche über 2800 Angriffe mit Kampfdrohnen durchgeführt und dabei etwa 1350 gelenkte Bomben sowie mehr als 40 Raketen verschiedener Typen eingesetzt. Diese Zahlen verdeutlichen die anhaltende Eskalation der Aggression seitens Russlands, die unvermindert fortschreitet.
Selenskyj berichtete weiter, dass allein in einer einzigen Nacht mehr als 140 Kampfdrohnen von den Russen abgefeuert wurden, darunter etwa 80 Drohnen des Typs „Schahhed“. Er hob hervor, dass die Angriffe in mehreren Regionen des Landes stattfinden und dies nur ein Teil der täglichen Herausforderungen ist, mit denen die Ukrainer konfrontiert sind. Der Präsident betonte die Dringlichkeit internationaler Unterstützung im Kampf gegen diese Bedrohungen.
Besonders besorgniserregend sind die Angriffe auf die Stadt Odessa. Selenskyj erklärte, dass durch die nächtlichen Bombardierungen Wohnhäuser, ein Kindergarten und eine regionale Umspannstation beschädigt wurden. Infolge dieser Angriffe sind Tausende von Familien ohne Strom, und Reparaturteams arbeiten intensiv daran, die Stromversorgung wiederherzustellen.
Leider berichtete der Präsident auch von menschlichen Verlusten. Er teilte mit, dass bei den Angriffen drei Menschen ums Leben kamen, darunter ein zweijähriges Kind. Selenskyj sprach den Angehörigen der Verstorbenen sein tiefstes Mitgefühl aus. Zudem wurden 16 Personen verletzt, von denen 11 ins Krankenhaus eingeliefert wurden. Unter den Verletzten befindet sich eine schwangere Frau sowie zwei Kinder, das jüngste von ihnen ist noch keine Jahr alt. Darüber hinaus wurden zwei Personen in der Region Charkiw verletzt.
Selenskyj lenkte auch die Aufmerksamkeit auf die Angriffe auf die Energieinfrastruktur in den Regionen Tschernihiw, Sumy, Charkiw und Dnipropetrowsk. Diese Angriffe gefährden nicht nur die Sicherheit der Ukrainer, sondern auch die Stabilität des Energiesystems des Landes.
Der Präsident forderte die internationalen Partner auf, ihre Anstrengungen zur Stärkung des Luftabwehrsystems zu intensivieren. Er betonte, dass die gemeinsame Arbeit und Unterstützung von Partnern entscheidend für die Verbesserung der Effektivität des Luftschutzes sei. „Jetzt müssen alle Partner gemeinsam den Luftschutz verstärken, damit die Quote der abgeschossenen Drohnen und Raketen kontinuierlich steigt“, sagte er. Selenskyj wies zudem darauf hin, dass Russland nicht beabsichtigt, seine Aggression zu stoppen, weshalb es wichtig sei, dass alle Länder, die die Ukraine unterstützen, weiterhin in den gemeinsamen Schutz investieren.
Wie bereits berichtet, wurde in Odessa am 6. April ein Trauertag für die Opfer der nächtlichen feindlichen Angriffe ausgerufen. Diese Tragödie ist ein weiteres Zeichen dafür, dass der Krieg in der Ukraine weitergeht und seine Folgen in jeder Ecke des Landes spürbar sind.
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