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Europäische Wirtschaftsvereinigung äußert Besorgnis über die Reorganisation des Staatlichen Geologie- und Rohstoffdienstes

Die Europäische Wirtschaftsvereinigung hat Bedenken hinsichtlich der geplanten Reorganisation des Staatlichen Geologie- und Rohstoffdienstes der Ukraine geäußert, die möglicherweise negative Auswirkungen auf die Stabilität der Branche und das Investitionsklima haben könnte.

Nach Informationen aus der Geschäftswelt arbeitet das Ministerium für Wirtschaft der Ukraine aktiv an einer Entscheidung, die die Reorganisation des Staatlichen Geologie- und Rohstoffdienstes der Ukraine vorsieht. Im Rahmen dieser Reorganisation ist die Schaffung einer neuen Behörde, des Staatlichen Agentur für Naturnutzung, geplant, der die Befugnisse des bestehenden Dienstes übertragen werden sollen.

Die Unternehmen, die Mitglied der Europäischen Wirtschaftsvereinigung sind, haben ihre Besorgnis über die möglichen Folgen dieser Reorganisation zum Ausdruck gebracht. In einer Erklärung der Geschäftswelt wird darauf hingewiesen, dass die Initiative zur Schaffung des Staatlichen Agentur für Naturnutzung anstelle des Staatlichen Geologie- und Rohstoffdienstes negative Auswirkungen auf die Stabilität der Branche, das Investitionsklima und die Einnahmen des Staatshaushalts haben könnte.

Die Vereinigung listete mehrere Risiken auf, die sich aus den Plänen des Ministeriums für Wirtschaft ergeben könnten. Erstens könnte es zu Blockaden bei Genehmigungsverfahren kommen. Während der Schaffung der neuen Behörde könnte die Ausstellung, Verlängerung und Änderung von speziellen Genehmigungen zur Nutzung von Rohstoffen ausgesetzt werden, was die Aktivitäten der Unternehmen faktisch lähmt.

Zweitens könnte die internationale Zusammenarbeit erschwert werden. Der Staatliche Geologie- und Rohstoffdienst spielt eine Schlüsselrolle bei der Umsetzung internationaler Investitionsvereinbarungen, insbesondere im Rahmen des amerikanisch-ukrainischen Investitionsfonds für den Wiederaufbau. Eine Änderung des institutionellen Modells könnte die Erfüllung der Verpflichtungen der Ukraine gegenüber internationalen Partnern gefährden.

Drittens könnte die Reorganisation zu Unsicherheiten für Investoren führen. Dies könnte die Umsetzung von Produktionsverteilungsvereinbarungen stoppen, die eines der vorhersehbarsten Instrumente zur Anwerbung internationaler Investitionen im Bergbau sind.

Darüber hinaus könnten begleitende geologische Dienstleistungen gefährdet sein. Die Genehmigung von Rohstoffvorkommen, der Zugang zu geologischen Informationen sowie die Durchführung von Gutachten und Studien könnten gestoppt werden. Die Reorganisation des Staatlichen Geologie- und Rohstoffdienstes könnte die Aktivitäten geologischer Unternehmen, Einrichtungen und Organisationen, die entsprechende Dienstleistungen für Rohstoffnutzer anbieten, lähmen.

Ein langwieriger Übergangsprozess stellt ebenfalls ein erhebliches Risiko dar. Der Prozess der Reorganisation des Dienstes, die Übertragung von Funktionen, Vermögenswerten, Haushaltsverpflichtungen und die Umgestaltung der Interaktion zwischen den staatlichen Behörden könnten zwischen sechs Monaten und drei Jahren in Anspruch nehmen.

Zusätzlich besteht das Risiko eines Verlusts von Fachkräften. Während der Reorganisation könnte es zu einem Abfluss erfahrener Spezialisten aus der Geologiebranche kommen, was sich negativ auf deren Entwicklung auswirken würde.

Es ist auch wichtig zu erwähnen, dass die Reorganisation die Entwicklung der mineralischen Rohstoffbasis der Ukraine behindern könnte, einschließlich der Schaffung geologischer Informationen und der Führung des staatlichen Registers der Lagerstätten. Die Aktivitäten des Staatlichen Geologie- und Rohstoffdienstes haben erhebliche wirtschaftliche Bedeutung. Allein aus den Ergebnissen der Auktionen im Jahr 2025 erhielt der Staatshaushalt etwa 1,8 Milliarden Hrywnja, was auf ein stabiles Interesse von Investoren an den ukrainischen Rohstoffen hinweist.

In den vorangegangenen Jahren sorgte der Dienst auch für systematische Einnahmen in den Haushalt, die Ausstellung von Hunderten von speziellen Genehmigungen und die Erhöhung der Transparenz des Marktes durch die Bereinigung von ineffizienten Lizenzen. Nach Ansicht der Wirtschaft könnte selbst eine vorübergehende Unterbrechung der Arbeit der Behörde zu einem Verlust der Einnahmen des Staatshaushalts, Verzögerungen bei Investitionsprojekten und einem Rückgang des Vertrauens internationaler Partner führen.

Vertreter der Europäischen Wirtschaftsvereinigung betonten, dass die Branche in Zeiten des Krieges und der Angriffe auf die Infrastruktur Stabilität in der staatlichen Verwaltung benötigt. Die Annahme struktureller Entscheidungen ohne umfassende Diskussion mit dem Markt und den Interessengruppen könnte unvorhersehbare Folgen haben.

In diesem Zusammenhang forderte die Vereinigung die ukrainische Regierung auf, die Reorganisation des Staatlichen Geologie- und Rohstoffdienstes der Ukraine nicht zu initiieren, sondern sich auf die Stärkung der Kapazitäten der bestehenden Behörde zu konzentrieren. Zuvor hatte die Wirtschaft auch das Parlament aufgefordert, Änderungen am Gesetzbuch über Rohstoffe zu verabschieden.