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Russische Angriffe auf Energieinfrastruktur in der Ukraine: Odesa und Tschernihiw stark betroffen

In der Nacht zum 6. April 2023 haben russische Streitkräfte erneut einen Energieobjekt in der Region Odesa angegriffen, was zu weitreichenden Stromausfällen in mehreren ukrainischen Regionen führte.

In der Nacht zum 6. April 2023 haben russische Truppen einen gezielten Angriff auf ein Energieobjekt in der Odesa-Region durchgeführt. Dieser Angriff ist Teil einer anhaltenden Serie von Raketen- und Drohnenangriffen auf die Energieinfrastruktur der Ukraine. Laut Angaben des staatlichen Unternehmens NЕК 'Ukrenergo' wurden am Morgen des 6. April Stromausfälle in den Regionen Sumy, Charkiw, Odesa und Cherson festgestellt.

Die Situation in der Region Tschernihiw ist besonders kritisch, da mehrere Energieanlagen durch feindliche Angriffe beschädigt wurden. Dies führte dazu, dass die größte Anzahl von Verbrauchern ohne Stromversorgung blieb. Der Systembetreiber betonte, dass die Notfall- und Wiederherstellungsarbeiten bereits in den Bereichen begonnen wurden, in denen die Sicherheitslage dies zulässt.

Gleichzeitig berichtete das Unternehmen DTEK, dass es infolge des nächtlichen Angriffs in Odesa gelungen sei, die Stromversorgung für kritische Infrastrukturen sowie für fast 3.000 Haushalte wiederherzustellen. Dennoch sind weiterhin 16.700 Haushalte in Teilen der Bezirke Primorsky, Khadzhybei und Kyiv in Odesa ohne Strom.

Vertreter des Energieunternehmens wiesen darauf hin: 'Die Zerstörungen sind erheblich, die Wiederherstellung wird Zeit in Anspruch nehmen. Wir arbeiten vor Ort: Wir räumen die Trümmer weg und tun alles, um das Licht so schnell wie möglich zurückzubringen.' Dies verdeutlicht die schwerwiegenden Folgen der Angriffe, die erhebliche Anstrengungen zur Wiederherstellung der Energienetze erfordern.

Laut 'Ukrenergo' zeigt der Stromverbrauch in der Ukraine am Montag einen Aufwärtstrend. Um 9:30 Uhr lag der Verbrauch um 3,3% höher als zur gleichen Zeit am vorherigen Arbeitstag, dem 3. April. Dieser Anstieg wird durch das traditionelle erhöhte Energieverbrauchsverhalten zu Beginn der Arbeitswoche sowie durch bewölktes Wetter in einigen Regionen erklärt, das die Effizienz von privaten Solarstromanlagen verringert.

Das Ministerium für Energie der Ukraine bestätigte ebenfalls, dass am Montag keine Einschränkungen bei der Stromversorgung prognostiziert werden. Den Verbrauchern wird geraten, alle Änderungen in der Energieversorgung über die offiziellen Ressourcen der lokalen Energieversorger zu verfolgen, um über die aktuelle Situation informiert zu bleiben.