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Latvische Militärnachrichtendienste halten Friedensvertrag zwischen Ukraine und Russland für unwahrscheinlich

Laut einem Bericht des lettischen Militärnachrichtendienstes ist es unwahrscheinlich, dass ein Friedensvertrag zwischen der Ukraine und Russland in naher Zukunft zustande kommt. Die Analyse zeigt, dass die russischen Streitkräfte nicht in der Lage sind, ihre ursprünglichen Ziele zu erreichen.

Wie die Nachrichtenagentur Ukrinform berichtet, verweist Delfi auf den jährlichen Bericht des lettischen Militärnachrichtendienstes und der Sicherheitsbehörde (SWRB) zur Bedrohungsbewertung und den Aktivitäten für das Jahr 2025. Der Bericht stellt fest, dass die Fortschritte der russischen Streitkräfte derzeit unzureichend sind, um die ursprünglichen Ziele des Kremls zu erreichen, insbesondere die Kapitulation der Ukraine in naher Zukunft.

Die Analyse des SWRB zeigt, dass Russland in diesem Jahr voraussichtlich weiterhin versuchen wird, die vollständige Besetzung der Gebiete Donezk und Luhansk zu erreichen, was sowohl politische als auch militärische Bedeutung hat. Gleichzeitig deuten die offensiven Operationen der russischen Truppen in anderen Regionen der Ukraine darauf hin, dass Moskau bestrebt ist, so viel Territorium wie möglich zu erlangen und zu kontrollieren, um die Ukraine militärisch, politisch und wirtschaftlich zu schwächen.

Vertreter des SWRB sind der Meinung, dass der Kreml die Friedensverhandlungen absichtlich hinauszögert, da er glaubt, dass er die militärischen Aktionen länger fortsetzen kann als die Ukraine. Das gegenwärtige Kräfteverhältnis erlaubt es keiner der beiden Seiten, schnelle Fortschritte zu erzielen oder die andere zu erheblichen Zugeständnissen zu bewegen.

Obwohl die russischen Streitkräfte weiterhin mechanisierte Angriffe durchführen, hat die Regelmäßigkeit und wahrscheinlich auch die doktrinäre Notwendigkeit dieser Einsätze erheblich abgenommen, so das SWRB. Die Taktik des Infanteriedurchbruchs mildert die schweren Verluste an Menschenleben nicht, doch Russland kann sich dies leisten, da es bisher in der Lage war, ausreichend neue Soldaten zu rekrutieren.

Die lettische Militärnachrichtendienststelle prognostiziert, dass Russland die Grenze der freiwilligen Rekrutierung erreicht hat und daher in Zukunft nicht in der Lage sein wird, die Anzahl seiner Truppen in der Ukraine erheblich zu erhöhen, ohne eine vollständige oder teilweise Zwangsmobilisierung auszurufen.

In den Medien wurde betont, dass die Schlussfolgerungen des SWRB ähnlich sind wie die Analyse eines anderen lettischen Geheimdienstes, des „Satversma“-Schutzbüros, das erklärte, dass die Wahrscheinlichkeit von strategischen Veränderungen an der Front in der Ukraine in den nächsten sechs Monaten sehr gering sei.

Wie Ukrinform berichtete, stellt das Institute for the Study of War (ISW) fest, dass erfolgreiche Angriffe der ukrainischen Streitkräfte auf russische Nachschubwege in den militärischen Kreisen Russlands die Gespräche über die Notwendigkeit eines schnellen Endes der Kampfhandlungen gegen die Ukraine verstärkt haben.

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