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Ukrainische Drohnen-Abfangjäger zerstörten im März über 33.000 feindliche UAVs - Fedorov

Der ukrainische Verteidigungsminister Mykhailo Fedorov hat bekannt gegeben, dass ukrainische Drohnen-Abfangjäger im vergangenen Monat mehr als 33.000 feindliche unbemannte Flugzeuge (UAVs) abgeschossen haben, was eine Verdopplung im Vergleich zum Vormonat darstellt.

In einem aktuellen Bericht von Ukrinform teilte der ukrainische Verteidigungsminister Mykhailo Fedorov auf Facebook mit, dass die ukrainischen Drohnen-Abfangjäger im März über 33.000 feindliche UAVs verschiedener Typen, darunter 'Shahed', 'Gerber', 'Molniya', 'Zala' und 'Orlan', erfolgreich abgeschossen haben. Dies stellt eine signifikante Steigerung dar, da die Zahl der abgeschossenen Drohnen im Vergleich zum Vormonat mehr als doppelt so hoch ist.

Fedorov betonte die Bedeutung dieser Drohnen-Abfangjäger, die als ukrainische Innovation gelten und mittlerweile eine Schlüsselrolle in der Luftverteidigung des Landes spielen. 'Die Drohnen-Abfangjäger sind eine ukrainische Innovation, die bereits eine zentrale Komponente unserer Luftabwehr geworden ist', erklärte der Minister. Er wies darauf hin, dass die größte Herausforderung die reaktiven 'Shaheds' darstellen, deren Einsatz von Russland zunehmend skaliert wird. 'Die Geschwindigkeit ihrer Einsätze steigt, und die Abfangmaßnahmen werden dadurch komplizierter', fügte er hinzu.

Um diesen Herausforderungen zu begegnen, hat das Ministerium zusammen mit den Herstellern von Drohnen-Abfangjägern die Produkte und deren Einsatzbereitschaft analysiert. 'Wir haben die 'Engpässe' identifiziert und unsere Maßnahmen synchronisiert, um eine schnelle Skalierung zu ermöglichen', erklärte Fedorov weiter.

Zusätzlich informierte Fedorov über die Unterstützung von Brave1, die kürzlich 12 Technologien im Rahmen des gemeinsamen EU4UA Defence Tech-Programms gefördert haben. Die Unternehmen erhalten bis zu 150.000 Euro für die Entwicklung von Hochgeschwindigkeits-Abfangjägern mit Geschwindigkeiten von über 450 km/h sowie modernen Systemen zur Bekämpfung von Luftzielen.

Im Auftrag des Präsidenten wurden auch systematische Fragen besprochen, darunter die Vertragsvergabe für das Jahr 2026, die Ausbildung von Piloten, Testgelände, den Mangel an Bodenstationen, Exportfragen und die Aktualisierung der Bewertungskriterien für die Effektivität in der Drohnenarmee. 'Für jedes Problem bereiten wir Lösungen vor', fügte Fedorov hinzu.

Der Minister erinnerte daran, dass das Verteidigungsministerium eine Reihe systematischer Schritte unternommen hat, um den Markt der Abfangjäger zu schaffen und zu entwickeln. Dazu gehört die Einführung eines einzigartigen Modells zur Belohnung von Unternehmen für das Abfangen von 'Shaheds'. Im Rahmen dieses Experiments wurde erstmals ein 'Shahed' von einem Drohnen-Abfangjäger abgeschossen.

Seit 2024 hat Brave1 über 40 Zuschüsse an Hersteller vergeben, und heute sind im Cluster etwa 100 Hersteller von Drohnen-Abfangjägern aktiv. Zudem wurde die Brave1 Dataroom-Plattform ins Leben gerufen, die für das Training und die Validierung von KI-Modellen genutzt wird. Derzeit testen, validieren und trainieren über 30 Unternehmen mehr als 50 KI-Modelle zur Erkennung und Abfangung von Luftzielen zu verschiedenen Tageszeiten und unter unterschiedlichen Wetterbedingungen.

Während des Treffens stellte Fedorov den Herstellern zwei zentrale Aufgaben: die Entwicklung und Skalierung von Technologien für reaktive Drohnen-Abfangjäger zur Bekämpfung der reaktiven 'Shaheds' sowie die Entwicklung alternativer Leitsysteme für den Einsatz unter schwierigen meteorologischen Bedingungen. 'Der Staat ist bereit, neue Technologien von Herstellern, die diese Aufgaben effektiv umsetzen und den ukrainischen Luftraum schützen, schnell zu kaufen, und zwar unter Bedingungen eines transparenten Marktes', betonte er.

Wie Ukrinform berichtete, hat die Agentur für Verteidigungseinkäufe DOT im Auftrag des ukrainischen Verteidigungsministeriums systematisch die Beschaffung von Ingenieurminen und Munition für Drohnen erhöht.

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