Kyiv Post

Ukrainische Drohnensysteme greifen russischen S-400 Radar in der Krim und Ziele im Donbass an

Am 4. April haben die Drohnensysteme der ukrainischen Streitkräfte erfolgreich zwei russische Radaranlagen, ein Tor-Luftabwehrsystem und eine Flugabwehrstellung in der besetzten Krim und im Donbass angegriffen, wie die Militärpresse mitteilte.

Die ukrainischen Streitkräfte haben am 4. April einen bedeutenden Erfolg im Kampf gegen die russischen Streitkräfte erzielt, indem sie mehrere strategisch wichtige Ziele in der Krim und im Donbass mit Drohnen angegriffen haben. Laut der militärischen Presseabteilung wurden dabei zwei russische Radaranlagen, ein Tor-Luftabwehrsystem sowie eine Flugabwehrstellung erfolgreich neutralisiert.

In der Stadt Feodosia auf der Krim führten die Betreiber der 414. separaten Brigade "Vögel des Madjar" einen gezielten Angriff auf eine Radaranlage durch, die zum S-400 Triumph-System gehört. Diese Zielsetzung ist von entscheidender Bedeutung, da das S-400-System in der Lage ist, bis zu 100 Objekte gleichzeitig in einem Radius von 600 Kilometern (370 Meilen) zu verfolgen und bis zu 72 Raketen zu steuern.

„Dies ist ein komplexes Ziel, da es innerhalb von fünf Minuten in Stellung gebracht werden kann und in der Regel seine Position wechselt, bevor es entdeckt wird“, erklärten die Militärs auf ihrer Facebook-Seite. Diese Aussage unterstreicht die Herausforderungen, denen sich die ukrainischen Streitkräfte bei der Durchführung solcher Operationen gegenübersehen.

Im Donbass hat das 1. separate Zentrum für Drohnensysteme erfolgreich das Tor-Luftabwehrsystem angegriffen. Gleichzeitig wurden in der Region Luhansk ukrainische Drohnen eingesetzt, um eine SKPP-Radaranlage zu zerstören – ein spezialisiertes Gerät, das zur Erkennung von Drohnen in einem Abstand von 20 Kilometern verwendet wird, wodurch die russischen Abfangteams „blind“ gemacht wurden.

Darüber hinaus wurde in der Region Luhansk eine ZU-23-2 Flugabwehrstellung, die auf einem gepanzerten Transporter MT-LB montiert war, zerstört. Alle Operationen wurden in enger Koordination mit dem Zentrum für Tiefangriffe durchgeführt, was die Effizienz und den Erfolg der Missionen weiter erhöht hat.

Bereits am selben Tag führten der Sicherheitsdienst der Ukraine (SBU) und die Drohnensysteme erneut einen Angriff auf das Altschewsker Metallurgiewerk durch, was bereits den zweiten Angriff auf dieses Objekt in diesem Monat darstellt. Dieses Werk ist von entscheidender Bedeutung, da es kritische Materialien für die Produktion von T-90M-Panzern liefert und somit eine wichtige Rolle in der militärischen Logistik der russischen Streitkräfte spielt.

Zusätzlich haben die ukrainischen Streitkräfte ihre Kampagne tief im russischen Territorium intensiviert. Dazu gehören jüngste Drohnenangriffe auf Chemiewerke in Togliatti sowie auf die Ölraffinerie Bashneft-Nova in Ufa, was die Logistik der russischen Streitkräfte erheblich gestört hat. Diese Angriffe zeigen die Entschlossenheit der Ukraine, nicht nur ihre eigenen Grenzen zu verteidigen, sondern auch die militärische Infrastruktur des Feindes anzugreifen.