Kyiv Independent

Ukrainische Streitkräfte setzen letzten Fährbetrieb in der Kertschstraße außer Betrieb, der russische Truppen im besetzten Krim versorgte

Am 6. April 2026 führten ukrainische Militärs eine erfolgreiche nächtliche Attacke durch, bei der die Fähre 'Slawjanin' – die letzte Eisenbahnfähre, die in der Kertschstraße operierte – außer Betrieb gesetzt wurde. Dies berichtete der Militärgeheimdienst der Ukraine (HUR) am 8. April.

Am 6. April 2026 führten die ukrainischen Streitkräfte eine gezielte nächtliche Operation durch, die zur Zerschlagung der Fähre 'Slawjanin' führte. Diese Fähre war die letzte Eisenbahnfähre, die in der Kertschstraße verkehrte und für die Versorgung der russischen Truppen im besetzten Krim von entscheidender Bedeutung war. Der Militärgeheimdienst der Ukraine (HUR) gab am 8. April bekannt, dass die Fähre nicht mehr betriebsfähig sei, ohne jedoch detaillierte Informationen über den Grad der Schäden an dem Schiff zu liefern.

Die Fähre 'Slawjanin' war bereits im März mehrfach Angriffen ausgesetzt, hatte jedoch bis zu diesem Zeitpunkt überlebt. Die HUR machte keine Angaben dazu, wie stark die Fähre beschädigt wurde, und es war nicht möglich, die Angaben unabhängig zu bestätigen. Die Fähre spielte eine zentrale Rolle im Nachschub für die russische Armee auf der besetzten Halbinsel, indem sie Treibstoff, Schmierstoffe, Waffen, Militärtechnik und Munition transportierte, wie aus den Informationen des HUR hervorgeht.

In einer vorhergehenden Operation in der Nacht vom 13. auf den 14. März hatten Einheiten der HUR sowohl die Fähre 'Slawjanin' als auch die Fähre 'Awanhard' angegriffen. Während die Fähre 'Awanhard' außer Betrieb gesetzt wurde, erlitt die 'Slawjanin' Schäden, die sie jedoch nicht sofort außer Gefecht setzten.

Die Kertschstraße, die sich über 35 Kilometer (21 Meilen) erstreckt, verbindet das Schwarze Meer mit dem Asowschen Meer und trennt die besetzte Krim von der russischen Halbinsel Taman. Diese Wasserstraße ist ein wichtiger logistischer Korridor für Moskau, der für die Versorgung der russischen Truppen von entscheidender Bedeutung ist.

Die ukrainische Regierung unternimmt regelmäßig Versuche, die russische Militärinfrastruktur in den besetzten Gebieten zu attackieren, sowie Öl- und Industrieanlagen, die die militärischen Bemühungen Moskaus unterstützen. Diese Angriffe zielen darauf ab, die Logistik der russischen Streitkräfte zu stören, die Effektivität der Luftverteidigung zu verringern und die verfügbaren Ressourcen für die russischen Militärs zu reduzieren.

Ukrainische Offizielle betonen, dass solche Angriffe darauf abzielen, die militärische Effizienz der russischen Truppen zu beeinträchtigen und die Versorgungslinien zu unterbrechen. Die Zerschlagung der Fähre 'Slawjanin' stellt einen weiteren Schritt in dieser Strategie dar, die darauf abzielt, die militärische Präsenz Russlands in der Region zu schwächen und die Kontrolle über die besetzten Gebiete zu destabilisieren.