Kyiv Independent

Ukrainische Streitkräfte greifen strategischen russischen Metallurgiebetrieb in Luhansk an

Am 4. April 2026 führten die ukrainischen Streitkräfte einen gezielten Angriff auf das Altschewsker Metallurgiewerk in der besetzten Region Luhansk durch, was zu einer sofortigen Einstellung der Produktionsprozesse an diesem strategisch wichtigen Standort führte.

Am 4. April 2026 haben die ukrainischen Streitkräfte einen entscheidenden Schlag gegen das Altschewsker Metallurgiewerk in der besetzten Luhansker Region geführt. Dieser Angriff, der erste in diesem Monat, führte zur sofortigen Einstellung der Produktionsabläufe in diesem strategisch wichtigen Unternehmen. Die Sicherheitsbehörde der Ukraine (SBU) bestätigte die Bedeutung dieses Angriffs, der darauf abzielt, die Produktionskapazitäten zu unterbrechen, die die russische Militärmaschinerie unterstützen.

Das Altschewsker Metallurgiewerk ist ein zentraler industrieller Standort, der für die russischen Streitkräfte von großer Bedeutung ist. Der letzte Angriff auf das Werk fand am 20. März statt, als ebenfalls bedeutende Produktionsanlagen beschädigt wurden. Diese wiederholten Angriffe verdeutlichen die strategische Ausrichtung der ukrainischen Militäraktionen, die darauf abzielen, die militärische Infrastruktur Russlands zu schwächen.

Die SBU führte die Operation in enger Zusammenarbeit mit den ukrainischen Drohneneinheiten (SBS) durch, die kritische Produktionsstätten des Werks identifizierten und diese mit FP-2-Drohnen angriffen. Diese Drohnen werden von der ukrainischen Verteidigungsfirma Fire Point hergestellt, die auch die Flamingo-Raketen produziert. Der Einsatz dieser modernen Technologie zeigt die fortschrittlichen Fähigkeiten der ukrainischen Streitkräfte im Bereich der Luftangriffe.

Die Angriffe führten zu erheblichen Schäden an wichtigen Anlagen des Werks, darunter Hochöfen, zentrale Produktionshallen, Gasleitungen, Destillationskolonnen und elektrische Umspannwerke. Alle diese Komponenten sind entscheidend für den Betrieb des Werks. Laut der SBU war das Ausmaß der Schäden so gravierend, dass das Unternehmen gezwungen war, seine Aktivitäten einzustellen.

Die Sicherheitsbehörde der Ukraine veröffentlichte Videoaufnahmen des Angriffs, die zeigen, wie die Drohnen verschiedene Teile des Werks treffen und Flammen aus dem Gelände aufsteigen. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung konnte das Nachrichtenportal Kyiv Independent jedoch die Aussagen der SBU nicht unabhängig bestätigen.

Das Altschewsker Metallurgiewerk steht seit 2015 unter russischer Kontrolle, nachdem es während der russischen Invasion im Donbass im Osten der Ukraine erobert wurde. Nach Angaben der SBU wird die Produktion des Werks mittlerweile an die russische Maschinenbaugesellschaft Uralwagonsawod geliefert, die auf die Herstellung von Militärtechnik spezialisiert ist.

Diese Firma produziert unter anderem die Kampfpanzer T-90 und die Haubitzen Msta-S für die russischen Streitkräfte, wie die SBU berichtet. Die ukrainischen Streitkräfte führen regelmäßig Angriffe auf militärische und industrielle Ziele sowohl auf russischem Territorium als auch in den besetzten Regionen der Ukraine durch. In den letzten Tagen berichtete die ukrainische Armee von mehreren erfolgreichen Operationen in den besetzten Gebieten, darunter Angriffe auf Treibstoffzüge in der Luhansker Region und auf Drohnenlager am Flughafen Kirovske in der Krim.