Укрінформ

In der Slowakei sollen die Befugnisse des Militärs nach Vorfall mit russischen Drohnen erweitert werden

Die slowakische Regierung erwägt, die Befugnisse der Streitkräfte nach einem Vorfall mit russischen Drohnen in der Nähe der Grenze zu erweitern. Präsident Peter Pellegrini äußerte sich in einem Video zu den jüngsten Entwicklungen.

In der Slowakei wird die Möglichkeit diskutiert, die Befugnisse der Streitkräfte des Landes nach einem kürzlichen Vorfall mit russischen Drohnen, der sich in der Nähe der Grenze ereignete, zu erweitern. Dies gab Präsident Peter Pellegrini in einem Video-Statement bekannt, in dem er die aktuelle Situation kommentierte, wie die Nachrichtenagentur Ukrinform berichtete.

Pellegrini betonte, dass der Vorfall am 1. April, als drei russische Drohnen die ukrainische Stadt Perechyn angriffen, die nur zehn Kilometer von der slowakischen Grenze entfernt liegt, ein bedeutendes Argument für die Initiierung von Diskussionen über mögliche Änderungen in der Gesetzgebung darstellt. Der Präsident unterstützte die Bitte des Militärs, eine Regelung über den Ausnahmezustand in die slowakische Gesetzgebung aufzunehmen, die es der Armee ermöglichen würde, besser auf solche Bedrohungen zu reagieren.

„Heute kennen wir in der Slowakei nur den Zustand des Friedens oder den Zustand des Krieges. Nichts dazwischen. Und unsere Militärs stehen vor dem Problem, dass sie in Friedenszeiten nicht alle präventiven Maßnahmen effektiv ergreifen können, die erforderlich wären, um solche Vorfälle, wie etwa das mögliche Abstürzen einer verlorenen Drohne oder anderer Ausrüstung auf unser Territorium, sicher zu bewältigen“, erklärte Pellegrini und hob die Bedeutung einer rechtzeitigen Reaktion auf Bedrohungen hervor.

Der Präsident kündigte zudem die Durchführung eines Runden Tisches an, der in der kommenden Woche stattfinden soll. Dort werden militärische Führungspersönlichkeiten die Möglichkeit haben, den Politikern die Natur und Bedeutung der vorgeschlagenen Änderungen zu erläutern. Pellegrini wies darauf hin, dass auch Oppositionspolitiker zu dieser Diskussion eingeladen wurden, was den Wunsch zeigt, alle politischen Kräfte in die Sicherheitsfragen einzubeziehen.

„Ich bin fest davon überzeugt, dass dieses Thema nach diesem Treffen nicht mehr Gegenstand der Auseinandersetzung zwischen Opposition und Koalition sein wird, sondern zu einer gemeinsamen Aufgabe aller verantwortungsbewussten Politiker wird, die darauf abzielt, die Sicherheit der Bürger der Slowakei zu gewährleisten“, fügte er hinzu und betonte die Wichtigkeit der Einheit in Fragen der nationalen Sicherheit.

Pellegrini ist der Ansicht, dass das Ergebnis der Diskussion Änderungen in der Gesetzgebung sein sollten, die den Streitkräften die Befugnis geben, „Schutzmaßnahmen“ zum Schutz des Territoriums und des Luftraums der Slowakei zu ergreifen. Dies würde es der Armee ermöglichen, effektiver auf die modernen Bedrohungen zu reagieren, die in der Region auftreten.

Es sei daran erinnert, dass am 1. April russische Drohnen kritische Infrastrukturen in zwei Regionen der Oblast Transkarpatien in der Ukraine angegriffen haben, wobei eine Person verletzt wurde. Dieser Vorfall hat nicht nur in der Ukraine, sondern auch in den Nachbarländern, insbesondere in der Slowakei, Besorgnis ausgelöst, da man sich um mögliche Auswirkungen auf die nationale Sicherheit sorgt.

Angesichts dieser Ereignisse hat der slowakische Präsident zu aktiven Maßnahmen und zur Stärkung der Verteidigungsfähigkeit des Landes aufgerufen, was einen wichtigen Schritt zur Gewährleistung von Stabilität und Sicherheit in der Region darstellt. Die slowakische Armee, so Pellegrini, muss in der Lage sein, auf aufkommende Bedrohungen zu reagieren und den Schutz ihrer Bürger zu gewährleisten.

Foto: Aleksandr Gusev/PACIFIC P/SIPA

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