Kyiv Independent

Russischer General stirbt bei Absturz einer An-26 in der Krim, berichtet die BBC

Am 31. März 2023 ereignete sich auf der von Russland besetzten Krim eine tragische Flugzeugkatastrophe, bei der 29 Soldaten ums Leben kamen, darunter auch ein hochrangiger General.

Am 31. März 2023 kam es auf der von Russland besetzten Krim zu einem tragischen Absturz des Transportflugzeugs An-26, bei dem insgesamt 29 Militärangehörige ihr Leben verloren. Laut Angaben des russischen Verteidigungsministeriums stürzte das Flugzeug in einem bergigen Gebiet der Halbinsel ab, was zu umfangreichen Such- und Rettungsmaßnahmen führte.

Unter den Opfern befand sich auch der russische Generalleutnant Alexander Otruschenko, der seit 2013 als Kommandeur des Luftfahrtkorps der Nordflotte tätig war. Wie die BBC berichtet, wurde Otruschenkos Tod von einem Angehörigen eines anderen Unfallopfers bestätigt und in lokalen Telegram-Chats diskutiert, jedoch gab es bislang keine offizielle Bestätigung dieser Informationen.

Otruschenko war zudem an russischen Militäroperationen in Syrien beteiligt, was seine Bedeutung innerhalb der militärischen Hierarchie Russlands unterstreicht. Der Flugzeugabsturz stellt einen weiteren Beweis für die Verluste dar, die die russische Armee infolge der anhaltenden militärischen Auseinandersetzungen in der Ukraine erlitten hat.

Nach dem Vorfall wurde ein Strafverfahren gemäß Artikel 351 des russischen Strafgesetzbuches eingeleitet, der sich mit Verstößen gegen die Flugregeln oder Vorbereitungsnormen befasst. Der russische Untersuchungsausschuss gab bekannt, dass die Ermittlungen andauern und die Suchmaßnahmen in dem Gebirgsgebiet, in dem der Absturz stattgefunden hat, fortgesetzt werden.

Nach Informationen der russischen Staatsmedien RIA Novosti sind an den Suchaktionen Militärermittler, Rettungskräfte, Polizeibeamte und kriminaltechnische Experten beteiligt. Berichten zufolge stürzte das Flugzeug, laut TASS, gegen einen Felsen. Zunächst hatte RIA Novosti unter Berufung auf das russische Verteidigungsministerium berichtet, dass der Verbleib des Flugzeugs und der Besatzung ungewiss sei und ein Team für Such- und Rettungsoperationen entsandt wurde.

Das Verteidigungsministerium wies zudem darauf hin, dass "es keine Hinweise auf äußere Beschädigungen des Flugzeugs" gebe, trotz des Verlusts des Funkkontakts. Es ist wichtig zu betonen, dass es keine direkten Anschuldigungen gegen die Ukraine im Zusammenhang mit diesem Vorfall gab und Kiew keine Beteiligung an dem Vorfall behauptete.

Der Tod von Otruschenko stellt den 14. Verlust unter russischen Generälen seit Beginn der umfassenden Invasion Russlands in die Ukraine dar, was auf die erheblichen Verluste hinweist, die das russische Kommando im Verlauf des Konflikts erleidet.