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In Dnipro fiel Mann nach Angriff von Unbekannten in Koma

Am 25. März wurde ein Mann namens Serhij in Dnipro von maskierten Unbekannten angegriffen. Nach dem Vorfall fiel er ins Koma und befindet sich seit über einer Woche in einem kritischen Zustand im Krankenhaus, was bei seinen Angehörigen und Freunden Besorgnis auslöst.

Am 25. März wurde der Dniproer Serhij Opfer eines Angriffs durch unbekannte Personen, die Masken trugen. Nach diesem Vorfall fiel Serhij ins Koma und liegt seit mehr als einer Woche in einem kritischen Zustand im Krankenhaus, was bei seinen Angehörigen und Freunden große Besorgnis auslöst.

Die tragischen Ereignisse wurden von Serhijs Ehefrau, Walentina, geschildert, die Zeugin des Vorfalls war. Laut Walentina hatte Serhij sich auf dem Heimweg verspätet, und als sie ihn anrief, um nach seinem Wohlbefinden zu fragen, hörte sie, dass ihr Mann auf dem Weg zu einer militärmedizinischen Kommission (VLK) war.

„Alles, was er sagen konnte, waren nur zwei Worte, den Rest konnte ich nicht verstehen. Ich fragte ihn, was passiert sei und warum er so schwer sprach. Er antwortete: ‚Ich habe sehr starke Kopfschmerzen, ich bin bei der VLK.‘ Und dann brach der Kontakt ab“, erinnerte sich Walentina und wies auf die alarmierenden Umstände hin.

Walentina gelang es, den Standort des Handys ihres Mannes über Geolokalisierung zu verfolgen. Dies ermöglichte es ihr, herauszufinden, dass Serhij in einem der Krankenhäuser in Dnipro war. Als sie im medizinischen Einrichtung ankam, wurde ihr jedoch der Zutritt verwehrt. Rund 40 Minuten nach ihrer Ankunft brachte der Rettungsdienst den verletzten Serhij ins Krankenhaus.

„Zu diesem Zeitpunkt konnte er überhaupt nichts mehr sagen. Er sagte: ‚Mein Kopf tut weh, mein Kopf tut weh.‘ Und dann begann er zu erbrechen, und es war Blut dabei. Ich sah ihn an und bemerkte, dass sein rechtes Auge nach vorne trat und die Schläfe eine Delle hatte“, teilte Walentina mit und beschrieb den erschreckenden Zustand ihres Mannes.

Nach einer ersten Untersuchung wurde Serhij in ein anderes Krankenhaus verlegt, wo er ins Koma fiel. Danach wurde er dringend in ein weiteres medizinisches Zentrum gebracht, wo die Ärzte bei ihm eine geschlossene Schädel-Hirn-Verletzung diagnostizierten und sofort eine Operation durchführten.

Walentina bemerkte auch, dass nach der öffentlichen Bekanntmachung des Vorfalls Zeugen gefunden wurden, die gesehen hatten, wie Unbekannte Serhij abholten. Diese Zeugen übermittelten der Frau ein Video, auf dem zu sehen ist, wie maskierte Personen ihren Mann in einen Van führen.

„Alle waren maskiert, ohne Abzeichen. Sie luden ihn in einen Bus, es gibt Nummernschilder, und fuhren ihn in unbekannte Richtung. Wenn eine Person beispielsweise läuft und stolpert, sollte es bei einem Sturz Hautabschürfungen und Schäden an der Kleidung geben. Diese Verletzungen waren jedoch nicht vorhanden“, betonte die Frau und hob die merkwürdigen Umstände des Vorfalls hervor.

Laut Walentina waren die militärischen Unterlagen ihres Mannes in Ordnung, und er war nicht auf der Fahndungsliste. Die Sprecherin des regionalen Rekrutierungs- und Sozialunterstützungszentrums, Olena Kuzina, erklärte in einem Kommentar für Suspilne, dass Serhij sich bei einem Sturz verletzt habe, als er vor einer Alarmgruppe floh.

„Da es dunkel war, stolperte er und fiel. Die Soldaten der Alarmgruppe fanden ihn, als er auf dem nassen Asphalt saß. Sie riefen einen Krankenwagen, der ihn ins Krankenhaus brachte“, berichtete Kuzina und versuchte, die Situation zu erklären.

Die Pressestelle der Dniproer Polizeidirektion teilte mit, dass ein Strafverfahren zu diesem Vorfall eröffnet wurde und eine Voruntersuchung läuft, um alle Umstände des Vorfalls zu klären und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.

Dieser Vorfall hat in der Gesellschaft große Wellen geschlagen, da er Fragen zur Sicherheit der Bürger in der Stadt und zum Handeln der Strafverfolgungsbehörden in solchen Situationen aufwirft. Die Bewohner von Dnipro sind besorgt, und viele drücken Walentina und Serhij in dieser schwierigen Zeit ihre Unterstützung aus.