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Türkisches schwimmendes Kraftwerk Karpowership versorgt Kuba mit Elektrizität

Das türkische schwimmende Kraftwerk der Firma Karpowership, bekannt als Belgin Sultan, hat kürzlich im Hafen von Havanna festgemacht, um Kuba in seinem Kampf gegen eine schwere Energiekrise zu unterstützen.

Das türkische schwimmende Kraftwerk der Firma Karpowership, bekannt als Belgin Sultan, hat kürzlich im Hafen von Havanna festgemacht, um Kuba in seinem Kampf gegen eine schwere Energiekrise zu unterstützen. Diese Maßnahme erfolgt vor dem Hintergrund zunehmender Probleme mit der Energieversorgung auf der Insel, die durch veraltete Infrastruktur und einen Mangel an Treibstoff verursacht werden.

Kuba hat einen Vertrag mit Karpowership, einer Tochtergesellschaft von Karadeniz Holding, abgeschlossen, um dieses Schiff zu chartern, das darauf abzielt, die Region mit Elektrizität zu versorgen. Wie das Nachrichtenportal Haber7 berichtet, wird die Belgin Sultan "ein Rettungsring für die veraltete Infrastruktur der Insel sein, die mit Problemen bei der Treibstoffversorgung zu kämpfen hat." Dies unterstreicht die kritische Rolle, die das schwimmende Kraftwerk bei der Gewährleistung der Stabilität der Energieversorgung Kubas spielt.

Karpowership ist ein einzigartiges Unternehmen, das über eine Flotte von Energieschiffen verfügt, die in vielen Ländern der Welt Dienstleistungen anbieten, darunter Côte d'Ivoire, Ghana, Mosambik, Senegal, Irak und Brasilien. Die von dem Unternehmen entwickelten schwimmenden Kraftwerke können mit verschiedenen Arten von Brennstoffen betrieben werden, wie z.B. verflüssigtem Erdgas, Erdgas und flüssigen Brennstoffen, was sie universell für den Einsatz unter verschiedenen Bedingungen macht.

Die Energiesituation in Kuba hat sich verschärft, nachdem der damalige US-Präsident Donald Trump am 29. Januar 2020 ein Dekret unterzeichnet hat, das die Einführung zusätzlicher Zölle auf Länder erlaubt, die Öl nach Kuba liefern. Dieser Schritt führte zu erheblichen Schwierigkeiten bei der Ölversorgung, insbesondere aus Venezuela, wodurch die Insel eine der schwersten Energiekrisen in ihrer Geschichte erlebt, die von langanhaltenden Stromausfällen begleitet wird. Trump stellte später klar, dass er gegen die Lieferung von russischem Öl nach Kuba nichts einzuwenden habe, und am 31. März 2020 lieferte ein unter russischer Flagge fahrender Tanker etwa 700.000 Barrel Öl in den kubanischen Hafen von Matanzas.

Interessanterweise führte auch die Ukraine seit Ende 2022 Verhandlungen mit Karpowership über die Möglichkeit, zwei schwimmende Kraftwerke zu chartern, die in der Nähe von Odessa stationiert werden sollten. Allerdings wurde im Februar 2025 bekannt, dass der Vertrag nicht zustande kommen würde, obwohl die ukrainische Seite etwa 300 Millionen Hrywnja in die Vorbereitung der Infrastruktur für diese Kraftwerke investiert hatte. Die Hauptgründe für das Scheitern des Vertrags waren die hohen Mietkosten für die Schiffe, die 250 Millionen Dollar pro Jahr betrugen, sowie Sicherheitsfragen bezüglich der Kraftwerke aufgrund der Bedrohung durch russische Angriffe.

Somit illustriert die Situation mit der Energieversorgung in Kuba und der Ukraine die Komplexität der modernen Energieherausforderungen, mit denen Länder konfrontiert sind, die von externen Brennstoff- und Energiequellen abhängig sind. In Zeiten globaler Veränderungen und politischer Risiken werden Entscheidungen wie die Anmietung schwimmender Kraftwerke zunehmend relevant, um die Stabilität der Energiesysteme zu gewährleisten.