„Das wird eine Tragödie ersten Grades“, sagt Paul Goble über einen möglichen Austritt aus der NATO, während die Welt auf Trumps Ansprache wartet
In einem Interview mit der Kyiv Post äußerte der amerikanische Analyst Paul Goble die Meinung, dass Präsident Donald Trump wahrscheinlich seinen Erfolg im Iran verkünden wird und die US-Verbündeten auffordert, aktiver zu werden.
In einem aufschlussreichen Interview mit der Kyiv Post äußerte der amerikanische Analyst Paul Goble seine Einschätzung, dass Präsident Donald Trump bald eine Erklärung abgeben könnte, in der er den Erfolg der USA im Iran verkündet. Goble erwartet, dass Trump den Verbündeten mitteilen wird: „Wir haben unsere Arbeit erledigt“ und sie dazu auffordert, sich stärker in den Prozess einzubringen.
Die Welt wartet gespannt auf Trumps Ansprache, die zur Hauptsendezeit stattfinden wird. Alle Augen sind auf das gerichtet, was das Weiße Haus als „wichtige Aktualisierung“ bezüglich Iran beschreibt. Diese Ansprache erfolgt in einem kritischen Moment der Konfrontation zwischen Washington und Teheran, in dem der militärische Druck zunimmt und die diplomatischen Signale uneindeutig bleiben. Obwohl die Beamten vor dem Auftritt nicht viele Details preisgaben, teilte Paul Goble seine Erwartungen in seinen Kommentaren an die Kyiv Post mit.
Goble bemerkte, dass er davon ausgeht, dass Trump seine Ansprache als Ankündigung eines Erfolgs präsentieren wird. „Ich erwarte, dass er von einem Sieg spricht, sagt: ‚Wir haben unsere Arbeit erledigt‘, und dass andere, die sich mit anderen Fragen befassen müssen, anfangen sollten zu handeln“, erklärte Goble.
Der Analyst fügte hinzu, dass Trump versuchen könnte, die Ergebnisse als unmittelbaren Vorteil für die Amerikaner darzustellen. „Ich denke, er wird andeuten, dass jetzt, da er diesen Sieg für die Amerikaner im Iran errungen hat, die Benzinpreise sinken werden und die Welt weiter existieren kann“, betonte er.
Goble schloss auch nicht aus, dass Trump diesen Moment nutzen könnte, um seine Kommentare über den Iran hinaus zu erweitern. „Es würde mich nicht überraschen, wenn er noch ein paar weitere Themen ansprechen würde, vielleicht über die Zukunft der NATO und die amerikanischen Beziehungen zu den Verbündeten oder sogar die Ankündigung neuer amerikanischer Maßnahmen gegen Grönland oder Kuba“, hob er hervor.
Diese Kommentare von Goble erfolgen vor dem Hintergrund zunehmender Spannungen zwischen den USA und der NATO. Trump hat die NATO bereits mehrfach als „Papier-Tiger“ bezeichnet und angedeutet, dass die USA möglicherweise aus dem Bündnis austreten könnten, nachdem es Differenzen mit den Verbündeten bezüglich Iran und der Straße von Hormuz gegeben hat. Am Tag der Ansprache hat die Administration auch die Kritik an der NATO verstärkt, was Besorgnis auslöst, dass Trump erneut alte Forderungen an die US-Verbündeten aufbringen könnte.