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Trump könnte die Aufhebung von Sanktionen fortsetzen. US-Außenminister warnt vor möglichen Folgen für den Ölmarkt

Die US-Regierung unter Präsident Donald Trump könnte laut Berichten des Semafor-Magazins in dieser Woche die Aufhebung von Sanktionen gegen russisches Öl fortsetzen. Dieses potenzielle Vorgehen könnte erhebliche Auswirkungen auf den Energiemarkt haben.

Die Administration des US-Präsidenten Donald Trump steht möglicherweise kurz davor, die Sanktionen gegen russisches Öl erneut aufzuheben. Laut Informationen, die am Donnerstag, dem 9. April, veröffentlicht wurden, könnte eine solche Entscheidung in dieser Woche getroffen werden. Sollte dies geschehen, könnte es nicht nur den Energiemarkt erheblich beeinflussen, sondern auch den Weg für ähnliche Maßnahmen in Bezug auf iranisches Öl ebnen.

Die Berichterstattung stützt sich auf Aussagen ehemaliger Mitarbeiter des US-Finanzministeriums und des Außenministeriums. Im März hatte das US-Finanzministerium bereits den Verkauf von sanktioniertem russischem und iranischem Öl, das sich bereits auf Tankern auf See befand, bis zum 11. und 19. April erlaubt. Diese Entscheidung hatte gewisse Hoffnungen auf dem Markt geweckt, doch Experten betonen, dass bis zu diesem Zeitpunkt kein nennenswerter Einfluss auf die Ölpreise zu beobachten war.

Analysten, die die Situation eingehend untersucht haben, stellen fest, dass die Erweiterung des Käuferkreises für russisches und iranisches Öl es Moskau und Teheran ermöglicht hat, höhere Preise für ihre Energieträger festzulegen. Schätzungen zufolge konnte Russland an bestimmten Tagen bis zu 150 Millionen US-Dollar zusätzlich pro Tag durch diese Änderungen verdienen. Gleichzeitig war ein Großteil des iranischen Öls bereits auf dem Weg nach China, was ebenfalls auf Veränderungen im globalen Energiemarkt hinweist.

Mehrere ehemalige Mitarbeiter, die sich mit den Sanktionen befasst haben, äußerten die Meinung, dass die Trump-Administration wahrscheinlich die Ausnahme für russisches Öl verlängern könnte. Dies könnte auch die Tür für eine ähnliche Entscheidung bezüglich iranischen Öls öffnen. Dies wäre ein weiteres Indiz dafür, dass sich die Natur der Sanktionen während einer möglichen zweiten Amtszeit Trumps verändert hat. Von einem primären Instrument des wirtschaftlichen Drucks könnten sie sich zu einem episodischen Mittel zur Einflussnahme auf die Märkte gewandelt haben, was bei Analysten Besorgnis auslöst.

In dem Artikel wird auch ein Kommentar von Edward Fishman zitiert, einem Autor des Buches "Chokepoints", der zuvor in der Zeit von Präsident Barack Obama im Außenministerium und im Finanzministerium mit Sanktionen befasst war. Fishman äußerte Zweifel an der Möglichkeit einer verstärkten Kontrolle der Trump-Administration über russisches Öl und betonte, dass dies angesichts der bevorstehenden Zwischenwahlen unwahrscheinlich sei.

Es sei daran erinnert, dass Donald Trump in der Nacht zum 10. März ankündigte, bestimmte Sanktionen im Zusammenhang mit Öl aufheben zu wollen, um die Preise zu senken. Allerdings gab er keine genauen Details dazu an, welche Sanktionen aufgehoben werden sollten. Am 13. März erließen die Vereinigten Staaten eine eingeschränkte Lizenz, die es Ländern erlaubt, einen Teil des russischen Öls und der Erdölprodukte zu kaufen, die sich bereits auf See befinden. Diese Lizenz gilt nur für russisches Öl oder Erdölprodukte, die am 12. März auf Schiffe geladen wurden, und erlaubt deren Transport bis zum 11. April.

Am 15. März erklärte Trump zudem, dass die Sanktionen gegen russisches Öl nach dem Ende der Krise im Nahen Osten wieder in Kraft treten würden. Diese Aussagen und Maßnahmen der Administration haben in internationalen Kreisen für großes Aufsehen gesorgt, da sie erhebliche Auswirkungen auf den globalen Ölmarkt und die energetische Sicherheit haben könnten.