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Startup Cognichip sichert sich 60 Millionen Dollar für die Entwicklung von Künstlicher Intelligenz im Chipdesign

Der Startup Cognichip, spezialisiert auf Künstliche Intelligenz, hat erfolgreich 60 Millionen Dollar an Investitionen akquiriert, um innovative Lösungen für das Chipdesign zu entwickeln.

Der Startup Cognichip, der sich auf die Entwicklung von Technologien im Bereich der Künstlichen Intelligenz spezialisiert hat, hat bekannt gegeben, dass er erfolgreich 60 Millionen Dollar an Investitionen erhalten hat. Diese Mittel sollen verwendet werden, um neuartige Lösungen zu schaffen, die Ingenieuren helfen, Mikrochips deutlich schneller und kostengünstiger zu entwerfen. Dies ist besonders relevant in der heutigen Technologiewelt, in der die Nachfrage nach effizienteren Produktionsmethoden stetig steigt.

Wie in einem Bericht von TechCrunch zu lesen ist, arbeitet Cognichip an einem Deep-Learning-Modell, das in den Prozess des Designs von Computerchips integriert werden soll. Die Unternehmensvertreter betonen, dass der Prozess der Chipentwicklung nach wie vor äußerst komplex, teuer und zeitaufwendig ist. Von der anfänglichen Idee bis zur Massenproduktion eines Mikrochips können zwischen drei und fünf Jahre vergehen, wobei das Design selbst manchmal bis zu zwei Jahre in Anspruch nimmt.

Faraj Aalaei, der Geschäftsführer und Gründer des Unternehmens, hebt hervor, dass sich der Markt in dieser langen Zeit erheblich verändern kann, was dazu führen könnte, dass die Investitionen nicht rentabel sind. Er ist der Meinung, dass es wichtig ist, die bereits von Programmierern aktiv genutzten Künstliche-Intelligenz-Tools in den Bereich des Chipdesigns zu übertragen. Seiner Aussage nach sind moderne Systeme bereits in der Lage, Code zu generieren, sofern sie klare Anforderungen an das Endergebnis erhalten.

Die Vertreter von Cognichip behaupten, dass ihre Technologie in der Lage ist, die Entwicklungskosten für Mikrochips um mehr als 75 % zu senken und die Zeit für die Erstellung neuer Chips um mehr als die Hälfte zu verkürzen. Dies könnte den Markt für Halbleiter erheblich verändern, wo Geschwindigkeit und Effizienz von entscheidender Bedeutung sind.

Cognichip hat im vergangenen Jahr den „Schweigemodus“ verlassen und nun eine neue Finanzierungsrunde in Höhe von 60 Millionen Dollar angekündigt. Diese Runde wird von dem Fonds Seligman Ventures angeführt, zu dem auch der CEO von Intel, Lip-Bu Tan, gehört, der in den Vorstand des Startups eintritt. Zusätzlich wird Umesh Padwal, Managing Partner des Fonds, dem Vorstand beitreten. Seit seiner Gründung im Jahr 2024 hat das Unternehmen bereits 93 Millionen Dollar an Investitionen eingesammelt.

Es ist jedoch zu beachten, dass Cognichip bisher noch keinen Chip vorgestellt hat, der mit seiner Technologie entwickelt wurde, und keine Informationen über Kunden preisgibt, mit denen seit September zusammengearbeitet wird. Dies wirft einige Fragen zu den tatsächlichen Möglichkeiten des Unternehmens und seiner Technologien auf.

Das Unternehmen betont, dass ihr Vorteil in der Entwicklung eines eigenen Modells liegt, das auf spezifischen Daten zum Chipdesign trainiert wurde, anstatt auf allgemeinen Sprachmodellen. Um dies zu erreichen, gelang es ihnen, Zugang zu spezialisierten Daten zu erhalten, was eine schwierige Aufgabe darstellt, da Chipentwickler in der Regel ihre Ergebnisse nicht teilen.

Cognichip arbeitet auch an der Erstellung eigener Datensätze, einschließlich synthetischer Daten, und kauft Daten von Partnern. Das Unternehmen hat Methoden entwickelt, die es Chipherstellern ermöglichen, das Modell sicher mit ihren Daten zu trainieren, ohne diese offenzulegen. In Fällen, in denen nicht genügend eigene Daten vorhanden sind, greift das Unternehmen auf öffentliche Lösungen zurück. So konnten beispielsweise Studenten der San Jose State University im vergangenen Jahr mit Hilfe des Modells Prozessoren auf Basis der offenen Architektur RISC-V erstellen.

Cognichip steht im Wettbewerb mit großen Akteuren auf dem Markt, wie Synopsys und Cadence Design Systems, sowie mit anderen Startups wie ChipAgents und Ricursive, die ebenfalls erhebliche Investitionen erhalten haben. Laut Umesh Padwal ist der aktuelle Investitionsstrom in die Infrastruktur der Künstlichen Intelligenz der größte der letzten 40 Jahre, und wenn dies tatsächlich ein "Superzyklus" für Halbleiter ist, könnten Unternehmen wie Cognichip erhebliche Vorteile daraus ziehen.