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Zusammenarbeit zwischen Russland und Iran wird die Haltung der USA gegenüber Moskau verändern – John Herbst

Der ehemalige US-Botschafter in der Ukraine, John Herbst, erläutert, wie die Kooperation zwischen Russland und Iran im Konflikt im Nahen Osten unvermeidlich die Sichtweise des US-Präsidenten auf den russischen Diktator beeinflussen wird.

Der ehemalige US-Botschafter in der Ukraine, John Herbst, hat erklärt, dass die Zusammenarbeit zwischen Russland und Iran im Nahen Osten zwangsläufig die Haltung des US-Präsidenten gegenüber dem russischen Führer ändern wird. Herbst betont, dass Russland möglicherweise für die Weitergabe von Geheimdienstinformationen an Iran verantwortlich gemacht werden könnte, die zur Zielverfolgung amerikanischer und verbündeter Militäranlagen in der Region genutzt werden.

In einem Interview mit NV, in dem Herbst, der von 2003 bis 2006 als außerordentlicher und bevollmächtigter Botschafter der USA in der Ukraine tätig war und derzeit als Direktor des Eurasischen Zentrums des Atlantic Council fungiert, die Situation analysierte, stellte er fest, dass die Handlungen Russlands im Nahen Osten nicht ignoriert werden können. Er ist der Meinung, dass die USA angemessen auf die Entwicklungen reagieren müssen.

„Trump hat die feindlichen Handlungen Russlands gegen unsere Soldaten, unsere Piloten sowie gegen unsere Freunde und Verbündeten im Nahen Osten ignoriert oder versucht, sie zu ignorieren“, erklärte der ehemalige Botschafter. „Aber ich glaube nicht, dass er dies weiterhin tun kann“, betonte Herbst.

Der Ex-Botschafter wies auch darauf hin, dass es die russische Geheimdienstunterstützung war, die es den Iranern ermöglichte, einen Angriff auf einen Luftwaffenstützpunkt in Riyadh, Saudi-Arabien, durchzuführen, bei dem etwa zehn amerikanische Soldaten verletzt wurden und ein amerikanisches AWACS-Flugzeug zerstört wurde. Seiner Meinung nach zeigt dies die Ernsthaftigkeit der Bedrohung, die die Zusammenarbeit zwischen Russland und Iran darstellt.

„Dies waren sehr wichtige militärische Ziele für Iran. Daher muss es irgendwann eine Reaktion darauf geben“, ist Herbst überzeugt. Er glaubt, dass die USA ihre Position gegenüber Moskau im Lichte dieser Ereignisse überdenken sollten, da die Handlungen Russlands im Nahen Osten eine ernsthafte Analyse und Antwort erfordern.

Nach Ansicht des ehemaligen Botschafters könnten die USA versuchen, ihre Haltung gegenüber Moskau aufgrund der Ereignisse im Nahen Osten zu mildern, aber es ist unwahrscheinlich, dass Washington diese Strategie weiterhin verfolgen kann. Herbst betonte, dass die Situation aktives Handeln von Seiten der USA erfordert, da die unmittelbare Bedrohung für amerikanische Militärs und Verbündete nicht ignoriert werden kann.

Somit könnte die Zusammenarbeit zwischen Russland und Iran in militärischen Operationen im Nahen Osten ein entscheidender Faktor bei der Gestaltung einer neuen US-Außenpolitik gegenüber Moskau werden. Experten sind der Ansicht, dass die Ereignisse in der Region erhebliche Auswirkungen auf die Beziehungen zwischen den USA und Russland sowie auf die globale politische Lage insgesamt haben könnten.

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