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Simeone kommentiert Vorfall mit islamophoben Parolen während des Spiels Spanien – Ägypten

Die Trainerlegende Diego Simeone hat sich zu den islamophoben Äußerungen geäußert, die während des Freundschaftsspiels zwischen Spanien und Ägypten in Barcelona zu hören waren. Der Vorfall hat nicht nur die Spieler, sondern auch die breite Öffentlichkeit empört.

Der Cheftrainer des madrider Vereins Atlético Madrid, Diego Simeone, hat den Vorfall kommentiert, der während des Freundschaftsspiels zwischen der spanischen Nationalmannschaft und Ägypten stattfand. Das Spiel, das im Stadion Cornellà-El Prat in Barcelona ausgetragen wurde, endete torlos mit 0:0. Während des Spiels skandierten die Fans beleidigende islamophobe Parolen, was nicht nur bei den Spielern, sondern auch in der breiten Öffentlichkeit für Empörung sorgte.

Simeone betonte, dass solche Ausdrücke von Hass nicht nur als Problem eines einzelnen Landes betrachtet werden sollten. Er wies darauf hin, dass es sich um ein gesellschaftliches und globales Problem handelt, das viele Länder betrifft, darunter Spanien, Argentinien und Brasilien. „Die Gesellschaft hat den Respekt vor vielen wichtigen Institutionen verloren, wie Eltern, Lehrern, der Polizei, Vereinsdirektoren und Trainern. Das spiegelt den Respekt wider, den wir vor einigen Jahren verloren haben. Heute ist er verschwunden, und wir haben ihn nicht mehr. Wir alle müssen daran arbeiten, uns bewusst zu machen, dass dieser Weg darin besteht, zu glauben, dass wir mit dem Glauben an Gott uns verbessern können“, sagte Simeone.

Während des Spiels waren auf den Tribünen Rufe zu hören wie: „Wer nicht springt, ist Muslim“, was insbesondere negative Reaktionen hervorrief, da einer der Spieler der spanischen Nationalmannschaft, Lamine Yamal, Muslim ist. Yamal kommentierte die Situation und sagte: „Ich bin Muslim, Alhamdulillah. Gestern ertönte im Stadion der Schlachtruf ‚Wer nicht springt, ist Muslim‘. Ich verstehe, dass dies an den Gegner gerichtet war und nicht persönlich gegen mich, aber als Muslim empfinde ich das als Zeichen des Respekts und als etwas Unakzeptables.“

Yamal hob zudem hervor, dass nicht alle Fans solche Ansichten teilen, forderte jedoch diejenigen, die solche Dinge singen, auf, über ihr Verhalten nachzudenken. „Religion als Spott im Stadion zu verwenden, bedeutet, sich als ungebildete und rassistische Menschen zu zeigen. Fußball sollte Freude und Unterstützung bringen, nicht Menschen aufgrund dessen zu beleidigen, wer sie sind und woran sie glauben“, fügte er hinzu.

Die Handlungen der Fans blieben nicht unbemerkt, und sie wurden nicht nur von Simeone und Yamal verurteilt, sondern auch von Javier Tebas, dem Präsidenten der La Liga, dem spanischen Justizminister Félix Bolaños sowie dem ägyptischen Fußballverband. Medienberichten zufolge hat die spanische Polizei bereits Ermittlungen zu dem Vorfall eingeleitet, um die Personen zu identifizieren, die für diese beleidigenden Rufe verantwortlich sind.

Es sei daran erinnert, dass der ehemalige Liverpool-Spieler Mohamed Sissoko Yamal geraten hatte, über einen möglichen Rücktritt aus der spanischen Nationalmannschaft nachzudenken, aufgrund der Beleidigungen, die er von den Fans erfahren hat. Dieser Vorfall ist ein weiteres eindringliches Beispiel dafür, wie wichtig es ist, gegen Rassismus und Diskriminierung im Sport und in der Gesellschaft insgesamt zu kämpfen.