Kyiv Post

Schweden lässt Tanker Flora 1 aus dem sanktionierten russischen 'Schattenflotte' frei, nachdem die Umweltvorwürfe fallengelassen wurden

Die schwedischen Behörden haben den Tanker Flora 1, der verdächtigt wurde, zur sogenannten 'Schattenflotte' Russlands zu gehören, freigegeben, nachdem die Ermittler keine ausreichenden Beweise für Umweltverstöße finden konnten.

Die schwedischen Behörden haben am Sonntag, dem 5. April, bekannt gegeben, dass der Tanker Flora 1, der im Verdacht steht, zur sogenannten 'Schattenflotte' Russlands zu gehören, freigelassen wurde. Dieses Entscheidung fiel nach einem Ermittlungsverfahren, das keine ausreichenden Beweise für die Fortführung des Verfahrens ergab. Der Tanker war am Freitagmorgen festgehalten worden, nachdem ein 12 Kilometer (8 Meilen) langer Ölteppich in der wirtschaftlichen Zone Schwedens, östlich von Gotland, entdeckt wurde.

Bei einer Überprüfung durch die schwedische Küstenwache und die Polizei stellte sich heraus, dass es keine rechtlichen Grundlagen für die Fortführung des Verfahrens gab, was von der schwedischen Staatsanwaltschaft bestätigt wurde. Daniel Stenling, der stellvertretende Leiter des operativen Bereichs der schwedischen Küstenwache, erklärte: 'Verdachtsmomente führen nicht zu Anklagen'. Er betonte, dass das Eingreifen notwendig war, um die Sicherheit auf See zu gewährleisten. 'So sollte die Schifffahrt nicht funktionieren', fügte er hinzu und kommentierte die unklare Flaggenstaatlichkeit des Schiffes.

Zusätzliche Ermittlungen zur Seetauglichkeit des Schiffes wurden ebenfalls eingestellt, nachdem Kamerun bestätigt hatte, dass der Tanker offiziell in seinem Schiffsregister eingetragen ist. Die schwedischen Behörden hatten zunächst Bedenken hinsichtlich des 'unklaren Flaggenstatus' des Schiffes geäußert und darauf hingewiesen, dass der Tanker in den letzten Jahren mehrfach seinen Namen und seine Flagge gewechselt hatte.

Stenling wies darauf hin, dass 'die schwedische Küstenwache kritisch gegenüber der unklaren Flagge des Schiffes eingestellt ist. Die angezeigte Flagge muss mit leicht überprüfbaren Informationen übereinstimmen'. Diese Angelegenheit hat unter schwedischen Beamten Besorgnis ausgelöst, da sie die Sicherheit der Schifffahrt in der Region gefährdet.

Der Tanker Flora 1 war Berichten zufolge auf dem Weg von der Finnischen Bucht nach Santos in Brasilien, als er abgefangen wurde. Der Vorfall ereignete sich vor dem Hintergrund zunehmender Spannungen in der Region, die mit den Aktivitäten russischer Schiffe in Verbindung stehen, die verdächtigt werden, an Drohnenflügen über dänischem Territorium beteiligt zu sein.

Dieser Vorfall unterstreicht die Bedeutung internationaler Zusammenarbeit zur Gewährleistung der Sicherheit auf See, insbesondere angesichts der zunehmenden Aktivitäten der 'Schattenflotte'. Schwedische und internationale Behörden beobachten die Situation weiterhin, um mögliche Umweltkatastrophen zu verhindern und die Einhaltung internationaler Normen in der Schifffahrt sicherzustellen.