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US-Geheimdienste warnen: Iran wird die Straße von Hormuz voraussichtlich nicht bald wieder öffnen

Laut Informationen von drei mit der Situation vertrauten Quellen wird Iran die Straße von Hormuz voraussichtlich nicht in naher Zukunft wieder öffnen. Diese Informationen wurden von der Nachrichtenagentur Reuters veröffentlicht und beziehen sich auf geheime Berichte der US-Intelligenz.

In den geheimen Einschätzungen wird festgestellt, dass die Kontrolle über diesen wichtigen Seeweg das einzige effektive Druckmittel Teherans gegen die Vereinigten Staaten darstellt. US-Geheimdienstbeamte glauben, dass Iran beabsichtigt, die Durchlässigkeit der Straße zu begrenzen, um hohe Energiepreise aufrechtzuerhalten und Druck auf den US-Präsidenten Donald Trump auszuüben, um eine friedliche Einigung zu erzielen.

Die Berichte deuten darauf hin, dass der Konflikt, der ursprünglich darauf abzielte, die militärischen Fähigkeiten Irans zu zerstören, tatsächlich Teherans regionalen Einfluss unterstreichen könnte, indem er dessen Fähigkeit demonstriert, einen globalen maritimen Knotenpunkt zu bedrohen. Analysten haben seit langem gewarnt, dass eine militärische Kampagne gegen Iran, das eine Seite der Straße kontrolliert, zu einem langwierigen Bodenkrieg führen könnte, der erhebliche Kosten für die USA mit sich bringen würde.

Diese Warnungen der Geheimdienste kommen zu einem Zeitpunkt, an dem der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen aufgrund der Krise in einer Sackgasse steckt. Am Freitag machte der russische Außenminister Sergej Lawrow deutlich, dass Moskau ein Veto gegen den von den USA unterstützten Resolutionsentwurf zur Straße einlegen könnte. Er argumentierte, dass die derzeitige Formulierung, die „alle notwendigen Verteidigungsmaßnahmen“ erlaubt, Aggression legitimieren könnte. Auch China hat sich öffentlich gegen jede Formulierung ausgesprochen, die den Einsatz von Gewalt ermöglichen könnte, und fordert eine politische Lösung.

Als Antwort auf die Blockade hat Teheran ein System für „bezahlte Durchfahrt“ in Zusammenarbeit mit Oman vorgeschlagen, das von Schiffen verlangen würde, spezielle Genehmigungen und Lizenzen zu erhalten. Die Leiterin der EU-Außenpolitik, Kaja Kallas, wies dieses Angebot zurück und erklärte, dass das internationale Recht solche Regelungen nicht anerkenne. Sie betonte, dass die Wiederherstellung der „kostenlosen Freiheit der Navigation“ ein dringendes Prioritätsziel sei.

Diese Situation bereitet internationalen Beobachtern Sorgen, da die Ereignisse in der Straße von Hormuz schwerwiegende Auswirkungen auf die globalen Ölpreise und die Sicherheit in der Region haben könnten. Viele Experten sind der Meinung, dass eine weitere Eskalation des Konflikts zu neuen militärischen Aktionen führen könnte, was die Situation zusätzlich komplizieren würde.