Russischer Beschuss eines Wohngebiets in Cherson fordert vier Todesopfer, sieben Verletzte
Am 7. April 2023 haben russische Streitkräfte ein Wohngebiet im Korabelnyj-Bezirk von Cherson beschossen, wobei vier Zivilisten ums Leben kamen und sieben weitere verletzt wurden.
Am 7. April 2023, gegen 15 Uhr, eröffneten russische Militärs das Feuer auf ein Wohngebiet im Korabelnyj-Bezirk von Cherson. Nach Angaben der regionalen Behörden dauerte der Beschuss etwa 30 Minuten und führte zu einer Tragödie, bei der vier Zivilisten ihr Leben verloren und sieben weitere Personen Verletzungen erlitten.
Der Gouverneur der Region Cherson, Oleksandr Prokudin, berichtete, dass der Beschuss gezielt auf Wohngebäude abzielte. Während des Angriffs wurden ein Geschäft, eine Apotheke sowie mehrere Wohnungen in Hochhäusern beschädigt. Unter den Verletzten befinden sich vier Frauen und drei Männer, die derzeit medizinisch versorgt werden.
Zusätzlich führten die russischen Streitkräfte Luftangriffe auf das Dorf Stepanivka durch, bei denen vier Menschen verletzt wurden und die zivile Infrastruktur erheblichen Schaden nahm. Prokudin erklärte, dass auf das Zentrum des Dorfes drei gelenkte Bomben abgeworfen wurden, was zur Zerstörung eines Schulgebäudes führte und auch ein Krankenhaus sowie angrenzende Wohnhäuser beschädigte.
Infolge dieses Angriffs wurden drei Männer und ein 14-jähriger Junge verletzt. Der Junge erlitt mittelschwere Verletzungen, während sein Vater sich in einem kritischen Zustand befindet, so die Informationen des Gouverneurs. Später präzisierte Prokudin, dass die Zahl der Todesopfer durch den Beschuss auf vier angestiegen sei.
„Es wurde bestätigt, dass ein weiterer Mann während des Angriffs tödliche Verletzungen erlitten hat. Seine Identität wird derzeit ermittelt. Mein Beileid gilt der Familie und den Freunden des Verstorbenen“, schrieb er.
Bereits am selben Tag hatte Russland einen zivilen Bus in der Stadt Nikopol mit einer FPV-Drohne angegriffen, wobei drei Menschen ums Leben kamen und 16 weitere verletzt wurden, berichteten die regionalen Behörden. Der Gouverneur der Dnipropetrowsk-Region, Oleksandr Hanzha, wies darauf hin, dass die Drohne den Bus im Stadtzentrum traf, als er sich einer Haltestelle näherte, an der sich sowohl Passagiere im Inneren des Fahrzeugs als auch wartende Personen befanden.
Diese Ereignisse verdeutlichen die alarmierende Situation in der Ukraine, wo Zivilisten weiterhin unter der Gewalt im Rahmen des Krieges leiden. Die Behörden rufen die internationale Gemeinschaft zu Maßnahmen auf, um die Aggression zu stoppen und die Zivilbevölkerung zu schützen.