Russischer Drohnenangriff auf Wohngebäude in Sumy verletzt Zivilisten
In der Nacht vom 3. auf den 4. April führten russische Streitkräfte eine Serie von Drohnenangriffen in der Ukraine durch, wobei ein 16-stöckiges Wohngebäude in Sumy getroffen wurde und ein Feuer im Darnițkyi Bezirk von Kiew ausbrach.
In der Nacht vom 3. auf den 4. April 2023 haben russische Streitkräfte eine Reihe von Drohnenangriffen auf die Ukraine durchgeführt, die erhebliche Zerstörungen und Verletzungen zur Folge hatten. Besonders betroffen war ein 16-stöckiges Wohngebäude im Zentrum von Sumy, wo eine feindliche Drohne den 13. Stock traf und dadurch ein verheerendes Feuer ausbrach. Laut Oleg Grygorov, dem Leiter der Militärverwaltung der Oblast Sumy, wurde der Angriff durch eine unbemannte Luftfahrtmaschine (UAV) durchgeführt, die in der Innenstadt von Sumy abstürzte und auf den oberen Etagen des Gebäudes eine Explosion auslöste.
Die Explosion führte zu einem sofortigen Alarm bei den Rettungsdiensten, die umgehend die Evakuierung der Bewohner des betroffenen Gebäudes einleiteten. Die Feuerwehr musste spezielle Höhenrettungstechnik einsetzen, um die Flammen zu bekämpfen, die sich auf vier verschiedene Adressen ausbreiteten, einschließlich des privaten Wohnsektors. Der Leiter der Militärverwaltung der Stadt Sumy, Serhiy Kryvoshiyenko, bestätigte, dass mindestens sieben Personen, darunter ein Kind, bei dem Angriff verletzt wurden und medizinische Hilfe benötigten.
In der Hauptstadt Kiew berichtete der Bürgermeister Vitali Klitschko, dass Trümmer von abgestürzten Drohnen ein Feuer auf dem Dach eines vierstöckigen Bürogebäudes im Darnițkyi Bezirk auslösten. Timur Tkachenko, der Leiter der Kiewer Stadtverwaltung, erklärte, dass die Notdienste vor Ort arbeiten, um das Feuer in dem nicht bewohnten Gebäude zu löschen. Informationen über mögliche Verletzte in Kiew werden derzeit noch überprüft.
Die Luftangriffe führten auch zu Störungen im öffentlichen Verkehr. Der nationale Eisenbahnbetreiber „Ukrzaliznytsia“ gab bekannt, dass aufgrund der Luftgefahr Notstopps und Evakuierungen von Passagieren in den Vorortzügen der Region Kiew durchgeführt wurden. Der Zugverkehr konnte jedoch wieder aufgenommen werden, nachdem die Gefahr vorüber war, wie das Unternehmen in einer Mitteilung über Telegram informierte.
Diese Angriffe am Samstagmorgen folgten auf eine massive Luftoffensive am 3. April, bei der russische Streitkräfte mehrere Ziele in der Ukraine ins Visier nahmen und ihre aggressive Kampagne gegen das Land fortsetzten. Die Behörden rufen die Bürger auf, vorsichtig zu sein und Sicherheitsmaßnahmen zu beachten, da die Situation weiterhin angespannt bleibt.