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Russische Truppen greifen Kiewer Karton- und Papierfabrik an

Am 3. April 2023 haben die Streitkräfte des Aggressorlandes Russland einen Angriff auf die Kiewer Karton- und Papierfabrik in Obuchiw, Region Kiew, durchgeführt, wobei Drohnen eingesetzt wurden.

Am 3. April 2023 haben die Streitkräfte des Aggressorlandes Russland einen Angriff auf die Kiewer Karton- und Papierfabrik in Obuchiw, Region Kiew, durchgeführt, wobei sogenannte 'Schahed'-Drohnen zum Einsatz kamen. Dies gab das betroffene Unternehmen bekannt, das durch den Angriff erheblich getroffen wurde.

In einer offiziellen Mitteilung des Unternehmens wurde erklärt, dass aufgrund der Sicherheitslage und der Notwendigkeit, die Folgen des Angriffs zu beseitigen, der Produktionsprozess vorübergehend eingestellt wurde. Diese Entscheidung wurde getroffen, um die Sicherheit der Mitarbeiter zu gewährleisten und die Produktionskapazitäten zu schützen.

Die Kiewer Karton- und Papierfabrik ist auf die Herstellung von Konsumgütern spezialisiert, die für die Zivilbevölkerung notwendig sind. Es ist wichtig zu betonen, dass die Fabrik keinerlei Verbindung zur militärischen Infrastruktur, zu Verteidigungsobjekten oder zu militärischen Aufträgen hat. 'Ein Angriff auf solche Einrichtungen ist ein Angriff auf die zivile Industrie und die Sicherstellung der grundlegenden Bedürfnisse der gewöhnlichen Ukrainer', heißt es in der Mitteilung des Unternehmens.

Die Geschäftsführung der Fabrik betonte, dass die erzwungene Produktionsunterbrechung die stabile Versorgung mit Waren gefährdet, die täglich in Tausenden von ukrainischen Haushalten verwendet werden. Insbesondere betrifft dies die kontinuierliche Produktion von bekannten Papierwaren wie dem klassischen 'Obuchiw 65', der Produktlinie 'Divo' sowie anderen Hygieneprodukten und Wellpappverpackungen.

Dieser Vorfall ist nicht einmalig. Bereits am 14. März 2023 wurde die Kiewer Karton- und Papierfabrik Ziel eines massiven Raketenangriffs seitens Russlands, bei dem industrielle und administrative Gebäude, Produktionsanlagen und Ingenieureinrichtungen beschädigt wurden. Diese Angriffe zeugen von einer gezielten Zerstörung der zivilen Infrastruktur, was Besorgnis unter der Bevölkerung und bei Experten auslöst.

Es ist erwähnenswert, dass das Produktionsvolumen der Kiewer Karton- und Papierfabrik im Jahr 2025 im Vergleich zu 2024 um 4,9 % auf 8,379 Milliarden UAH gestiegen ist. Obwohl die Fabrik im Jahr 2025 die Produktion von Wellpappkartons leicht auf 227,1 Millionen Quadratmeter reduziert hat, bleibt dieser Wert dennoch der beste in der Branche. Die Produktion von Karton ging um 0,7 % auf 155.000 Tonnen zurück, während die Herstellung von Papierbasis für Hygieneprodukte um 1,7 % auf 49.200 Tonnen anstieg. Gleichzeitig verringerte sich die Produktion von Toilettenpapierrollen um 2,4 % auf 265,2 Millionen Stück.

Die Kiewer Karton- und Papierfabrik gehört zu den größten Unternehmen in Osteuropa, die karton- und papierproduzierende Produkte in vollem Umfang herstellen. Das Schlüsselunternehmen dieser Gruppe ist die Kiewer Karton- und Papierfabrik, die über eine Kartonproduktion mit einer Kapazität von 240.000 Tonnen pro Jahr sowie ein Werk für Wellpappenverpackungen mit einer Kapazität von 355 Millionen Quadratmetern verfügt. Darüber hinaus befasst sich die Fabrik mit der Herstellung von Papierbasis und fertigen Produkten mit einer jährlichen Kapazität von 70.000 Tonnen Papierbasis.

Es ist auch erwähnenswert, dass die Fabrik Teil der österreichischen Gruppe Pulp Mill Holding ist, was ihre Bedeutung nicht nur für die Ukraine, sondern auch für den internationalen Markt für Karton- und Papierprodukte unterstreicht.