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Russische Drohnen greifen Charkiw an – Bürgermeister berichtet von neuen Angriffen

In Charkiw kam es am Morgen des 2. April zu zahlreichen Angriffen durch russische Drohnen, die überwiegend reaktiv waren. Dies ist der erste Fall, in dem solche Drohnen für Angriffe auf die Stadt eingesetzt wurden, wie der Bürgermeister von Charkiw, Ihor Terechow, mitteilte.

In Charkiw, einer der größten Städte der Ukraine, wurden am Morgen des 2. April mehrere Angriffe durch russische Drohnen registriert. Laut Bürgermeister Ihor Terechow handelte es sich dabei überwiegend um reaktive Drohnen. Dies markiert einen besorgniserregenden Wendepunkt im Konflikt, da es der erste dokumentierte Einsatz solcher Drohnen für Angriffe auf städtische Gebiete ist.

Terechow berichtete, dass die russischen Streitkräfte insgesamt 11 Angriffe auf die Stadt durchgeführt haben, die alle im Kyjivskyi Bezirk stattfanden. Er fügte hinzu, dass die Anzahl der Angriffe möglicherweise höher gewesen wäre, jedoch durch die koordinierte Arbeit der Luftabwehr viele Einschläge verhindert werden konnten. Dies zeigt die Effektivität der ukrainischen Verteidigungsmaßnahmen, die in dieser kritischen Situation von entscheidender Bedeutung sind.

Aktuell sind im Umland von Charkiw weiterhin feindliche Drohnen aktiv, die möglicherweise auf die Stadt abzielen. Diese Situation sorgt für große Besorgnis unter den Anwohnern, da die Bedrohung durch Luftangriffe weiterhin besteht und die Lage angespannt bleibt.

Der Leiter der Charkiwischen regionalen Militärverwaltung, Oleg Sinehubow, bestätigte ebenfalls die Berichte über die Angriffe. Er informierte darüber, dass ein russischer Drohnenangriff im Kyjivskyi Bezirk direkt in ein Wohngebäude eingeschlagen ist, was zu einem Brand in den zweiten und dritten Etagen führte. Dieser Vorfall verdeutlicht die Gefahren, denen die Zivilbevölkerung in Kriegszeiten ausgesetzt ist.

Besonders alarmierend ist, dass in der Nacht und am Morgen des 2. April Russland sechs Angriffe mit Shahed-Drohnen auf Charkiw durchgeführt hat. Bürgermeister Terechow stellte fest, dass fünf dieser Einschläge im Kyjivskyi Bezirk stattfanden, wo die russischen Streitkräfte versuchten, kritische Infrastrukturen zu treffen, was auf gezielte Angriffe des Feindes hinweist.

Am Abend des 1. April griffen die russischen Besatzungstruppen zudem mit einer Kampf-Drohne des Typs Molniya ein Wohnhochhaus im Schewtschenkivskyi Bezirk von Charkiw an. Dieser Angriff unterstreicht die gefährliche Tendenz, Drohnen gezielt gegen die Zivilbevölkerung einzusetzen, was die ohnehin angespannte Lage weiter verschärft.

Die Situation in Charkiw bleibt angespannt, und die Einwohner fühlen sich aufgrund der ständigen Bedrohungen durch die russischen Streitkräfte verängstigt und besorgt. Bürgermeister Ihor Terechow und Oleg Sinehubow rufen die Bürger dazu auf, vorsichtig zu sein und Sicherheitsvorkehrungen zu beachten, da die Gefahr nach wie vor besteht.

Diese Ereignisse verdeutlichen erneut die Notwendigkeit, die Zivilbevölkerung in Konfliktgebieten zu schützen und die internationale Gemeinschaft auf die Situation in der Ukraine aufmerksam zu machen, wo der Krieg zwischen Russland und der Ukraine weiterhin anhält. Die Unterstützung der Zivilisten in diesen Krisenzeiten ist von größter Bedeutung.