Russische Fluggesellschaft «Azimut» steht kurz vor der Insolvenz - Geheimdienst
Der ukrainische Geheimdienst hat alarmierende Informationen veröffentlicht, wonach die russische Fluggesellschaft «Azimut» kurz vor der Insolvenz steht. Die wirtschaftliche Krise und der Rückgang der realen Einkommen der Bevölkerung haben die Situation verschärft.
Die ukrainische Auslandsnachrichtendienst hat besorgniserregende Informationen über die russische Fluggesellschaft «Azimut» veröffentlicht, die sich am Rande der Insolvenz befindet. Laut den Geheimdienstquellen ist die Situation aufgrund der anhaltenden wirtschaftlichen Krise, die das Land erfasst hat, sowie des signifikanten Rückgangs der realen Einkommen der Bevölkerung kritisch geworden. Nach den Ergebnissen des Jahres 2025 sank der Nettogewinn des Unternehmens um 30,9 % im Vergleich zum Jahr 2024, während der Bruttoverlust um das 1,5-fache anstieg und 2,778 Milliarden Rubel erreichte. Auch der Verlust aus dem Verkauf stieg um 34,5 % auf 3,608 Milliarden Rubel, während andere Einnahmen um 11,3 % zurückgingen.
Der Geheimdienst weist darauf hin, dass die Hauptursache für den Kollaps die systematische Degeneration der russischen Wirtschaft ist, die durch den Krieg gegen die Ukraine und internationale Sanktionen ausgelöst wurde. Aufgrund von Inflation und steigenden Preisen haben viele Russen nicht mehr die Möglichkeit, Flugtickets zu kaufen, was zu einem Rückgang der Nachfrage und damit zu einem Umsatzrückgang des Unternehmens führt.
Die Situation wird durch die technologische Abhängigkeit von «Azimut» von importierten Komponenten weiter verschärft. Der gesamte Fuhrpark des Unternehmens, der aus 19 Superjet 100-Flugzeugen besteht, ist formal ein russisches Produkt, hängt jedoch kritisch von ausländischen Teilen ab. Der Auslandsnachrichtendienst stellt fest, dass trotz der Zusicherungen des Kremls bezüglich eines erfolgreichen Importersatzes keine effektive Alternative geschaffen wurde. Aufgrund von Sanktionen und zerstörter Logistik ist die Wartung der Flugzeuge zu einer äußerst teuren und zeitaufwendigen Aufgabe geworden. Jeder Flug erhöht nur die finanziellen Verluste des Unternehmens, während der Mangel an Ersatzteilen die Durchführung von Flügen zu einer echten Lotterie macht.
Zudem hat die Basis von «Azimut» im Süden Russlands, insbesondere an den Flughäfen von Krasnodar und Mineralnye Vody, sich als zusätzliche Falle erwiesen. Aufgrund des Krieges sind regionale Flughäfen entweder systematisch geschlossen oder arbeiten mit erheblichen Einschränkungen, was dem Unternehmen die betriebliche Stabilität entzieht.
Nach Informationen des Geheimdienstes ist das Einzige, was «Azimut» vor einem sofortigen Zusammenbruch bewahrt, die staatliche Subventionierung aus einem Haushalt, der bereits durch militärische Ausgaben erschöpft ist. Tatsächlich existiert das Unternehmen nicht durch kommerzielle Transporte, sondern wird künstlich durch Steuergelder am Leben gehalten, von denen die meisten Bürger sich bereits keine Flüge mehr leisten können. Ohne diese Unterstützung hätte das Unternehmen wahrscheinlich viel früher seine Existenz eingestellt, da es nicht in der Lage ist, selbstständig Einnahmen zu erzielen.
Darüber hinaus zeigt der russische Inlandstourismus laut Geheimdienstberichten offensichtliche Anzeichen einer Verlangsamung und eines Verlustes an Attraktivität. Hohe Preise, schwache Infrastruktur und das Fehlen eines wettbewerbsfähigen Services führen dazu, dass selbst die Russen kein Interesse daran haben, im eigenen Land zu reisen.
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