Russland rechtfertigt massive Angriffe auf Saporischschja mit der Behauptung, dass im Stadtgebiet "fast keine Zivilisten mehr" leben - CPD
Die Russische Föderation hat eine neue Informationskampagne gestartet, um die systematischen Angriffe auf die ukrainische Stadt Saporischschja zu rechtfertigen. Dies berichtet das Zentrum zur Bekämpfung von Desinformation bei der Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrat der Ukraine (RNBO) über seinen Telegram-Kanal.
Die Russische Föderation hat eine neue Informationskampagne gestartet, die darauf abzielt, die systematischen Angriffe auf die ukrainische Stadt Saporischschja zu rechtfertigen. Wie das Nachrichtenportal Ukrinform berichtet, teilte das Zentrum zur Bekämpfung von Desinformation (CPD) bei der RNBO der Ukraine in seinem Telegram-Kanal mit, dass propagandistische Ressourcen aktiv eine Aussage eines angeblichen Kriegsgefangenen verbreiten, der behauptet, dass in Saporischschja "fast keine Zivilisten mehr" leben und auf den Straßen "mehr Militärs als Zivilisten" anzutreffen seien. Diese Behauptung hat Besorgnis unter Experten ausgelöst, die auf ihre Unzuverlässigkeit hinweisen.
Das CPD stellt fest, dass diese Aussagen der Realität nicht entsprechen und von Russland zur Informationsverschleierung seiner Angriffe genutzt werden. Jegliche Angriffe werden als Schläge gegen "militärische Objekte" dargestellt, was Teil einer umfassenderen propagandistischen Strategie ist. Es ist wichtig zu betonen, dass Saporischschja eine große ukrainische Stadt ist, in der weiterhin zivile Einwohner leben. Hier funktionieren Krankenhäuser, kommunale Infrastruktur, Unternehmen und Bildungseinrichtungen, was zeigt, dass die Stadt auch unter Kriegsbedingungen lebensfähig bleibt.
Das CPD weist zudem darauf hin, dass zur Förderung dieses Narrativs "Aussagen" eines Kriegsgefangenen verwendet werden. Solche Quellen können jedoch nicht als objektiv angesehen werden, da Kriegsgefangene unter vollständiger Kontrolle der Seite stehen, die sie festhält, und ihre Kommentare unter Druck abgegeben werden. Daher kann die aus solchen Quellen stammende Information nicht als Grundlage für die Rechtfertigung von Handlungen dienen, die gegen das internationale humanitäre Recht verstoßen.
„Die Verwendung von Kriegsgefangenen zu propagandistischen Zwecken stellt einen Verstoß gegen das internationale humanitäre Recht dar“, betonten die Vertreter des CPD. Diese Anmerkung unterstreicht die Ernsthaftigkeit der Situation und die Notwendigkeit, die Normen des internationalen Rechts im Konflikt zu respektieren.
Erst kürzlich, am 2. April, kam es in Saporischschja zu einem russischen Angriff, bei dem sechs Wohnhäuser beschädigt wurden. Dieser Vorfall bestätigt erneut, dass die Stadt weiterhin bedroht ist und ihre Bewohner unter den Folgen des Krieges leiden. In Anbetracht der ständigen Angriffe ist es wichtig, dass die internationale Gemeinschaft die Situation in Saporischschja aufmerksam verfolgt und die Ukraine in ihrem Kampf um Unabhängigkeit unterstützt.
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