Kochen zu Hause senkt das Risiko für Demenz
Eine neue Studie zeigt, dass das Kochen zu Hause nicht nur gesundheitliche Vorteile hat, sondern auch das Risiko für Demenz signifikant senken kann.
Das Kochen zu Hause wird allgemein als gesünder angesehen im Vergleich zu Essen außerhalb des Hauses, dem Bestellen von Lieferdiensten oder der Verwendung von Tiefkühlprodukten. Es trägt nicht nur zur Verringerung des Risikos für eine Reihe von Erkrankungen wie Typ-2-Diabetes, Fettleibigkeit und Herzkrankheiten bei, sondern hat laut einer neuen Studie auch positive Auswirkungen auf das Gehirn. Die Forschung hat ergeben, dass das Kochen zu Hause das Risiko für die Entwicklung von Demenz senken kann.
Wissenschaftler analysierten die Daten von fast 11.000 erwachsenen Teilnehmern im Alter von 65 Jahren und älter, die an der Japanischen Gerontologischen Gesundheitsstudie teilnahmen. Die Teilnehmer wurden gebeten, über die Häufigkeit des Kochens zu Hause zu berichten und ihre Kochfähigkeiten zu bewerten, einschließlich der Fähigkeit, Obst und Gemüse zu schälen, Fisch zu grillen, Eier zu kochen und traditionelle Gerichte wie gebratenes Fleisch oder Eintöpfe zuzubereiten.
Die Mitautorin der Studie, Dr. Yukako Tani, eine Dozentin für öffentliche Gesundheit am Tokyo Institute of Science in Japan, erklärte, dass sich die Forscher auf das Kochen zu Hause konzentrierten, da es "gesündere Essgewohnheiten fördert, wie die Erhöhung des Obst- und Gemüsekonsums und die Verringerung des Konsums von verarbeiteten Lebensmitteln. Es umfasst auch körperliche Aktivitäten wie Einkaufen und Kochen, die wichtige Quellen für Bewegung für ältere Menschen sind, insbesondere nach dem Ruhestand."
Dr. Tani betonte außerdem, dass das Kochen komplexe kognitive Aufgaben erfordere, wie Planung, Auswahl der Zutaten und das Befolgen von Rezepten, was eine geistige Stimulation gewährleiste. Sie wies darauf hin, dass die heimische Küche Ernährung, körperliche und kognitive Vorteile vereint, was sie zu einem vielversprechenden, aber wenig erforschten Faktor bei der Verringerung des Demenzrisikos macht.
Die Studie ergab, dass das Kochen von Grund auf mit einem Rückgang des Demenzrisikos um 23 % bei Männern und um 27 % bei Frauen verbunden ist. Darüber hinaus hatten Teilnehmer mit eingeschränkten Kochfähigkeiten, die mindestens einmal pro Woche zu Hause kochten, ein um 67 % reduziertes Risiko, an Demenz zu erkranken.
„Dieses Ergebnis ist besonders interessant, da es darauf hindeutet, dass der Kochprozess selbst kognitive Stimulation und Lernmöglichkeiten bieten kann, die für die Gesundheit des Gehirns vorteilhaft sind“, erklärte Tani. „Dies könnte darauf zurückzuführen sein, dass das Kochen eine kognitiv neuere und stimulierende Aktivität für Anfänger mit geringen Kochfähigkeiten ist als für erfahrene Köche.“
Die Ergebnisse dieser Studie unterstreichen somit die Bedeutung des Kochens zu Hause, nicht nur für die körperliche Gesundheit, sondern auch für die Unterstützung kognitiver Funktionen bei älteren Menschen. Dies könnte ein wichtiger Aspekt in der Prävention von Demenz und der Verbesserung der Lebensqualität älterer Menschen werden.