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Prognose UКAB: Ukraine wird Zuckerexport um fast 20% reduzieren

Analysten des Ukrainischen Agrarunternehmensverbands (UКAB) haben eine neue Prognose veröffentlicht, die einen Rückgang des Zuckerexports der Ukraine um fast 20% im kommenden Wirtschaftsjahr vorhersagt.

Analysten des Ukrainischen Agrarunternehmensverbands (UКAB) haben eine neue Prognose veröffentlicht, die einen Rückgang des Zuckerexports der Ukraine um fast 20% im kommenden Wirtschaftsjahr vorhersagt. Diese Prognose wurde von der Nachrichtenagentur Ukrinform übermittelt und hebt die Bedeutung dieser Daten für den Agrarsektor des Landes hervor.

Laut den Prognosen wird die Ukraine im Wirtschaftsjahr 2025/2026 voraussichtlich etwa 1,3 Millionen Tonnen Zucker produzieren. Dieser Wert liegt 26,3% unter dem des vergangenen Wirtschaftsjahres und 12,6% unter dem Durchschnitt der Zuckerproduktion der letzten fünf Jahre. Eine der Hauptursachen für diesen Rückgang ist die Verringerung der Anbauflächen für Zuckerrüben, die auf 199.000 Hektar gesenkt wurden, was einem Rückgang von 21,6% im Vergleich zum Vorjahr entspricht.

Trotz der verringerten Anbauflächen wird jedoch eine Steigerung der Zuckerrüben-Erträge auf 49,3 Tonnen pro Hektar prognostiziert. Dieser Wert übersteigt sowohl den des Vorjahres als auch den Durchschnitt der letzten fünf Jahre. Die Gesamtmenge der Zuckerrübenernte in der Ukraine wird auf etwa 10,2 Millionen Tonnen geschätzt, was sich positiv auf den inneren Verbrauch auswirken könnte.

Ein wichtiger Faktor, der den Export beeinflusst, ist die Änderung der geografischen Liefergebiete. Nach der Einführung von Quoten für die Zuckerlieferungen in die Europäische Union im Wirtschaftsjahr 2024/2025 sank der Zuckerexport aus der Ukraine auf 629.000 Tonnen. Für die laufende Saison wird ein weiterer Rückgang dieses Wertes erwartet, was ernsthafte Folgen für die Agrarwirtschaft haben könnte.

„Im Wirtschaftsjahr 2025/2026 wird die Ukraine 505.000 Tonnen Zucker exportieren, was 19,7% weniger ist als im vorherigen Wirtschaftsjahr“, heißt es in der Mitteilung von UКAB. Dies weist auf eine schwierige Situation auf dem Zuckermarkt hin, die ein dringendes Handeln von Seiten der Agrarproduzenten und des Staates erfordert.

Im vergangenen Wirtschaftsjahr waren die Hauptziele für den Zuckerexport afrikanische Länder, die 32% des Exports ausmachten, sowie Länder im Nahen Osten, die 29% ausmachten. Der Anteil der Europäischen Union am gesamten Zuckerexport betrug lediglich 17%, was auf ein verringertes Interesse europäischer Länder an ukrainischem Zucker hinweist.

Ein weiterer wichtiger Faktor, der die Situation auf dem Zuckermarkt beeinflusst, ist der Rückgang des inneren Verbrauchs. Vor dem Beginn des umfassenden Krieges in der Ukraine betrug der Zuckerverbrauch etwa 1,1 Millionen Tonnen, während für das Wirtschaftsjahr 2025/2026 ein Rückgang auf 0,9 Millionen Tonnen prognostiziert wird. Dieser Rückgang ist unter anderem auf die schrumpfende Bevölkerung im Land zurückzuführen.

Gleichzeitig ermöglicht das Vorhandensein von Übergangsbeständen in Höhe von etwa 620.000 Tonnen zusammen mit einem ausreichenden Ertragsniveau der Ukraine, den inneren Bedarf an Zucker vollständig zu decken. Dennoch wird der Export voraussichtlich zurückgehen und sich auf traditionelle Märkte umorientieren, was die finanziellen Ergebnisse der Agrarproduzenten beeinflussen könnte.

Wie bereits berichtet, hat die Ukraine in der ersten Hälfte des Wirtschaftsjahres 2025/2026 bereits 270.000 Tonnen Zucker auf externe Märkte geliefert. Dies zeigt, dass ukrainische Produzenten trotz der Prognosen eines Rückgangs weiterhin die Möglichkeit haben, ihre Produkte auf internationalen Märkten zu verkaufen.

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