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Ukrzaliznytsia-Beamter forderte 100.000 Dollar für den Abbau von Gleisen – Generalstaatsanwalt

Ein hochrangiger Beamter der ukrainischen Staatsbahn Ukrzaliznytsia wird beschuldigt, von einem Unternehmen 100.000 Dollar gefordert zu haben, um den Abbau von Gleisen zu ermöglichen, die den Ausbau der Produktion behinderten.

Der stellvertretende Direktor der Abteilung für ökologische Sicherheit der Aktiengesellschaft "Ukrzaliznytsia" (UZ) hat von einem Vertreter eines Unternehmens, das Granitprodukte in der Region Chmelnyzkyj herstellt, die Summe von 100.000 Dollar verlangt. Dies geschah im Zusammenhang mit der Lösung des Problems des Abbaus und der Streichung von Gleisen, die den Ausbau der Produktionsanlagen behinderten, wie der Generalstaatsanwalt Ruslan Krawtschenko am Donnerstag in einem Telegramm mitteilte.

Krawtschenko erläuterte, dass der Beamte zunächst einen saisonalen Umweg initiieren wollte, damit die Kommission die Gleise als unrentabel anerkennt. Danach sollten der Abbau, die Streichung und der Ausschluss aus den Registern erfolgen. Zudem war die Rede davon, das Gelände unter den Gleisen der Gemeinde für die Bedürfnisse des Steinbruchs zu überlassen. Der Beamte versicherte, dass das Verfahren kompliziert sei und Genehmigungen von der Leitung der UZ, dem Ministerium für Infrastruktur und den zuständigen Abteilungen erforderlich seien.

Im Gegenzug versprach er, den gesamten Prozess "schlüsselfertig" innerhalb von drei bis sechs Monaten zu organisieren und verwies auf seine Erfahrungen mit ähnlichen Arbeiten bei der Lwiw-Bahn. Für seine Dienste forderte er eine Vorauszahlung in bar, berichtete Krawtschenko weiter.

Der Generalstaatsanwalt gab an, dass der Beamte während der Geldübergabe festgenommen wurde. Ihm wurde der Verdacht gemäß Teil 4 des Artikels 368 des Strafgesetzbuches der Ukraine (Erhalt von unrechtmäßigen Vorteilen in besonders großem Umfang) mitgeteilt. Ein Antrag auf Untersuchungshaft wurde beim Gericht eingereicht. Die Ermittlungen dauern an, und es werden weitere mögliche Episoden sowie potenziell beteiligte Personen überprüft, fügte Krawtschenko hinzu.

Dieser Vorfall wirft ein Schlaglicht auf die Korruption innerhalb staatlicher Institutionen in der Ukraine, insbesondere im Bereich der Infrastruktur. Die Forderung nach Bestechungsgeldern für die Erledigung von bürokratischen Prozessen ist ein ernstes Problem, das die Effizienz und Transparenz in der Verwaltung beeinträchtigt. Die ukrainische Regierung hat in den letzten Jahren wiederholt Maßnahmen zur Bekämpfung von Korruption angekündigt, doch die Realität zeigt, dass solche Praktiken weiterhin weit verbreitet sind.

Die Staatsbahn Ukrzaliznytsia spielt eine entscheidende Rolle im Verkehrssystem der Ukraine, und Vorfälle wie dieser untergraben das Vertrauen der Öffentlichkeit in die Institution. Es bleibt abzuwarten, wie die Justiz mit diesem Fall umgehen wird und ob dies zu einer umfassenderen Reform der Praktiken innerhalb der Staatsbahn führen wird.