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Politico enthüllt Details des 12-Punkte-Abkommens zwischen Ungarn und Russland

Laut Informationen des Magazins Politico wurde ein 12-Punkte-Abkommen zwischen Ungarn und Russland unterzeichnet, das wichtige Bereiche der Zusammenarbeit festlegt, darunter nukleare Energie, Bildung und Sport.

Nach Informationen des Magazins Politico wurde ein umfassendes 12-Punkte-Abkommen zwischen Ungarn und Russland unterzeichnet, das von dem ungarischen Außenminister Péter Szijjártó und dem russischen Gesundheitsminister Michail Murashko nach einem Treffen in Moskau im Dezember 2025 ratifiziert wurde. Dieses Abkommen definiert die wesentlichen Bereiche der Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern und hebt insbesondere die Bedeutung der Sektoren nukleare Energie, Bildung und Sport hervor.

Während des Treffens, das am 9. Dezember 2025 in der russischen Hauptstadt stattfand, erörterten die beiden Minister aktuelle Fragen der bilateralen Handels- und Wirtschaftszusammenarbeit. Sie thematisierten auch gemeinsame Aktivitäten in den Bereichen Energie, Industrie, Gesundheitswesen, Landwirtschaft, Bauwesen und anderen Sektoren, die von gegenseitigem Interesse sind. Darüber hinaus betonten die Minister die Notwendigkeit, langfristige und für beide Seiten vorteilhafte Beziehungen zwischen Ungarn und Russland in den Bereichen von gemeinsamen Interessen zu entwickeln.

Auf die Fragen der Journalisten bezüglich des Inhalts des Abkommens und seiner möglichen Auswirkungen auf den politischen Kurs Ungarns antwortete Péter Szijjártó, dass "die bilaterale Zusammenarbeit Ungarns durch nationale Interessen und nicht durch Druck von voreingenommenen liberalen Mainstream-Medien bestimmt wird". Er forderte die Journalisten auf, ihre "voreingenommene Arbeit" fortzusetzen und wies darauf hin, dass Ungarn das Recht auf eine eigenständige Außenpolitik hat.

Das russische Außenministerium hingegen gab auf Anfrage des Magazins keine Kommentare zu diesem Abkommen ab. Zu den zentralen Punkten, die in dem Plan vereinbart wurden, gehört das Engagement, die "negative Dynamik des bilateralen Handels" zu ändern, die infolge der vom Europäischen Union gegen Russland verhängten Sanktionen entstanden ist, die als Reaktion auf die Aggression Moskaus in der Ukraine eingeführt wurden. Das Abkommen eröffnet zudem neue Möglichkeiten für russische Unternehmen, Projekte im Bereich der Elektroenergie und Wasserstoffenergie in Ungarn zu realisieren, und fördert eine engere Zusammenarbeit in den Bereichen Öl, Gas und nukleare Energie.

Laut dem Text des Abkommens hat sich die ungarische Seite bereit erklärt, die Möglichkeit einer verstärkten Lehre der russischen Sprache in Ungarn zu prüfen, indem Lehrkräfte aus Russland einbezogen werden. Außerdem ist eine Ausweitung der gegenseitigen Anerkennung von Qualifikationen sowie die Einführung von Austauschprogrammen für Doktoranden vorgesehen. Die ungarische Regierung hat ihre Unterstützung für bestehende Austauschprogramme in verschiedenen Bereichen, von Sport bis Zirkuskünsten, bekräftigt, trotz ständiger Vorwürfe Moskaus, kulturelle Veranstaltungen zur Verbreitung ihrer Narrative über den Krieg in der Ukraine und zur Legitimierung ihres Regimes zu nutzen.

Darüber hinaus unterstützten beide Seiten die Idee eines Aktionsplans für die Jahre 2026-2027, der die gemeinsame Zusammenarbeit im Sport betrifft. In einem der Dokumente wird zudem festgehalten, dass engere Beziehungen zu Russland nicht "den Verpflichtungen Ungarns widersprechen sollten, die sich aus seiner Mitgliedschaft in der Europäischen Union ergeben". Wie bereits berichtet, bestätigte der ungarische Außenminister Péter Szijjártó, dass er regelmäßig mit seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow während geschlossener EU-Treffen, die sich mit Außenpolitik befassen, kommuniziert.

Dieses Abkommen hat in internationalen Kreisen für großes Aufsehen gesorgt, da es die Fortsetzung der Zusammenarbeit zwischen Ungarn und Russland trotz der Spannungen in den Beziehungen zwischen Moskau und dem Westen unterstreicht. Es verdeutlicht auch, wie Länder in der Lage sind, neue Möglichkeiten zur Zusammenarbeit zu suchen, selbst unter schwierigen politischen Bedingungen.

Foto: facebook.com/szijjarto.peter.official

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