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Pokolnjska versucht, Sobchak ukrainische Wörter beizubringen: "Palyanytsia" wird zum Gesprächsthema

Die ehemalige Staatsanwältin der Krim, Natalija Pokolnjska, versuchte in einem Interview mit der russischen Journalistin Ksenija Sobchak, ihr ukrainische Wörter beizubringen, wobei das Wort "palyanytsia" besondere Aufmerksamkeit erhielt.

Die ehemalige Staatsanwältin der Krim, die 2014 zu einem der Symbole der Annexion der Halbinsel wurde, Natalija Pokolnjska, versuchte während eines Interviews mit der russischen Journalistin Ksenija Sobchak, ihr ukrainische Wörter beizubringen. Besonders im Fokus stand das Wort "palyanytsia", das als bekanntes ukrainisches "Passwort" zur Identifizierung von Ausländern gilt.

Während des Gesprächs versuchte Sobchak, die Bedeutung dieses Wortes zu verstehen, und bemerkte, dass es sich um Brot handelt. Doch Pokolnjska wollte ihre eigenen Korrekturen in die linguistische Diskussion einbringen und erklärte autoritär, dass "palyanytsia" tatsächlich kein Brot sei, sondern... ein Aschenbecher. Dies sorgte bei vielen Zuhörern für Staunen und Gelächter.

Um ihre Argumentation zu untermauern, führte Pokolnjska sogar eine Art Meisterkurs durch, in dem sie demonstrierte, wie man dieses Wort richtig ausspricht. Sie erklärte, dass es richtiger sei, etwas wie "polinytsia" zu sagen und dass dies, ihrer Meinung nach, der Ort sei, an dem Zigarettenstummel abgelegt werden. Um das Gelernte zu festigen, wiederholte Pokolnjska diese Version mehrmals hintereinander.

Das Gespräch über die ukrainische "palyanytsia" begann, als Pokolnjska ihre Playlist zeigte, in der sich ukrainische Musik, darunter Lieder von Natalija Buchynska, befand. Sie versuchte, sich zu rechtfertigen, indem sie darauf hinwies, dass diese Künstlerin keine "anerkannt extremistische" Person sei, und betonte ihre Position als "Patriotin".

Interessanterweise wurde im Herbst 2025 bekannt, dass Natalija Pokolnjska, die einst eine fanatische Christin war, ihre Ansichten geändert und sich dem Paganismus zugewandt hat, wobei sie den neuen Namen Radveda annahm. Sie gab das orthodoxe Christentum auf und wählte ein "anderes spirituelles Wertesystem", das mit Paganismus und Naturkulten verbunden ist. Diese Veränderungen in ihrem Leben erregten in der Gesellschaft großes Aufsehen, da Pokolnjska zuvor für ihr religiöses Engagement bekannt war.

Somit unterstrich das Interview zwischen Pokolnjska und Sobchak nicht nur die sprachlichen Barrieren, sondern zeigte auch, wie Veränderungen in persönlichen Überzeugungen das öffentliche Image und die Wahrnehmung einer Person in der Gesellschaft beeinflussen können. Die Worte "palyanytsia" und deren Bedeutung wurden zu einem Symbol nicht nur kultureller Unterschiede, sondern auch politischer Kontexte, die in der Ukraine und Russland nach wie vor relevant sind.