Інтерфакс-Україна

Tariferhöhung für Mobilfunkdienste erhöht jährliche Inflation um 0,25 Prozentpunkte – NBU

In der Ukraine hat die Erhöhung der Mobilfunktarife um 15 % in den ersten beiden Monaten des Jahres 2023 die jährliche Inflation um 0,25 Prozentpunkte steigen lassen. Dies gab der stellvertretende Gouverneur der Nationalbank der Ukraine (NBU), Wladimir Lepuschinski, in einem Interview mit der Nachrichtenagentur 'Interfax-Ukraine' bekannt.

In der Ukraine hat die Erhöhung der Mobilfunktarife um 15 % in den ersten beiden Monaten des Jahres 2023 die jährliche Inflation um 0,25 Prozentpunkte steigen lassen. Dies gab der stellvertretende Gouverneur der Nationalbank der Ukraine (NBU), Wladimir Lepuschinski, in einem Interview mit der Nachrichtenagentur 'Interfax-Ukraine' bekannt. Eine der Hauptursachen für diesen Anstieg der Tarife ist der Energiemangel, der sich auf die Kosten der Unternehmen und damit auf die Inflationsprozesse im Land ausgewirkt hat.

Lepuschinski wies darauf hin, dass dies ein anschauliches Beispiel dafür ist, wie der Energiemangel in den ersten beiden Monaten des Jahres durch steigende Unternehmensausgaben teilweise die Inflation beeinflusst hat. 'Wir erwarten nicht, dass der Einfluss in Zukunft erheblich sein wird, da sich die Energiemängel unterschiedlich auf die Inflation auswirken. Einerseits sind es höhere Kosten für die Unternehmen, andererseits sinkende Verbrauchernachfrage', betonte er.

Darüber hinaus erklärte Lepuschinski, dass der Anstieg der Produzentenpreise im Februar um 22,3 %, laut den Daten des Staatlichen Statistikdienstes, ebenfalls mit dem Anstieg der Strompreise im Kontext erheblicher Energiemängel in den ersten beiden Monaten des Jahres zu erklären sei. 'Aber dieser Anstieg ist kein 'Game Changer' – es ist ein klassisches Beispiel für einen Angebotsschock. Wir erwarten, dass ein Teil der Kosten von den Herstellern selbst getragen wird, während ein anderer Teil auf die Preise übertragen wird. Dieser Prozess findet bereits statt. Die NBU hat auf dieses Risiko hingewiesen und es in der makroökonomischen Prognose für Januar berücksichtigt', fügte der stellvertretende Gouverneur der NBU hinzu.

Der stellvertretende Gouverneur der NBU kommentierte auch, dass der Energiemangel im Januar etwas geringer war als von der Nationalbank angenommen, jedoch eine sehr ungünstige Kombination entstand: erhebliche Zerstörungen der Energieinfrastruktur und rekordverdächtig niedrige Temperaturen in den letzten Jahren. Besonders betroffen waren energieintensive Branchen wie die Metallurgie, Chemie und Maschinenbau, insbesondere in den Frontregionen und in Kiew.

Allerdings, so Lepuschinski, begann sich die Situation im Energiesektor Mitte Februar dank zusätzlicher Erzeugung aus erneuerbaren Energiequellen wie Sonne und Wind sowie durch das milde Wetter zu verbessern. 'Im März ist der Index der Geschäftserwartungen endlich in den positiven Bereich gerutscht, und das ist gut. Sogar in der Industrie gibt es jetzt eine positive Dynamik', betonte er.

Lepuschinski erinnerte auch daran, dass die jährliche Inflation laut den Daten des Staatlichen Statistikdienstes im Februar auf 7,6 % von 7,4 % gestiegen ist. 'Derzeit schätzen wir, dass sie zum Ende des Monats März ungefähr auf diesem Niveau bleiben wird, während unsere Prognose einen Rückgang auf 7 % vorsah', bemerkte er.

Bezüglich des Einflusses der Energiemängel auf den Devisenmarkt stellte Lepuschinski fest, dass dieser moderat war: Die Produktion und somit der Export von metallurgischen, bergbaulichen und chemischen Produkten gingen zurück, während der Import von Energieressourcen im Januar auf 1,2 GW und im Februar auf rekordverdächtige 1,9 GW anstieg. 'Im März stabilisierte sich jedoch die Situation. Zudem verringern die größeren als erwarteten Gasreserven in unseren Speichern (5,1 Milliarden Kubikmeter) den Bedarf an Gasimporten in der Zukunft', hob er hervor.

Es sei daran erinnert, dass die NBU Ende Januar die Inflationsprognose für die Ukraine für das Jahr 2026 von 7,5 % auf 6,6 % in ihrem Oktober-Inflationsbericht verschlechterte und für das Jahr 2027 von 6 % auf 5 %. Die Inflation in der Ukraine sank im Jahr 2025 auf 8 % von 12 % im Jahr zuvor. Im Jahr 2023 fiel sie auf 5,1 % nach einem Anstieg im Jahr zuvor auf 26,6 %.