Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran scheitern aufgrund inakzeptabler Forderungen Teherans – WSJ
Die Bemühungen von Vermittlern, die Verhandlungen zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran über einen Waffenstillstand voranzutreiben, sind bisher gescheitert. Teheran hat ein geplantes Treffen mit amerikanischen Vertretern in Islamabad abgesagt und die von Washington erhobenen Forderungen als inakzeptabel bezeichnet.
Die Versuche von Vermittlern, die Gespräche zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran über einen Waffenstillstand voranzubringen, haben bislang keine Ergebnisse geliefert. Teheran hat ein für Islamabad geplantes Treffen mit amerikanischen Vertretern abgesagt und die von Washington aufgestellten Forderungen als inakzeptabel eingestuft. Dies berichtet das renommierte Wall Street Journal.
Die Bemühungen Pakistans und anderer Länder in der Region, Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran zu organisieren, sind faktisch in eine Sackgasse geraten. Laut dem Wall Street Journal hat die iranische Seite den Vermittlern mitgeteilt, dass sie in den kommenden Tagen nicht bereit sei, sich mit amerikanischen Beamten in der Hauptstadt Pakistans zu treffen. Zudem betonte Teheran, dass die von den USA erhobenen Bedingungen für sie völlig inakzeptabel seien.
Trotz dieser Situation wurden die diplomatischen Bemühungen nicht eingestellt. Informationen des WSJ zufolge suchen die Türkei und Ägypten aktiv nach neuen Plattformen für potenzielle Kontakte und ziehen unter anderem Istanbul und Doha in Betracht. Die Vermittler arbeiten auch an neuen Formeln, die die Parteien aus der aktuellen Stagnation herausführen könnten.
Ein zusätzlicher Hintergrund für das Scheitern der Verhandlungen sind die sich gegenseitig ausschließenden Erklärungen der Parteien. Zuvor hatte Donald Trump behauptet, der Iran habe angeblich selbst um einen Waffenstillstand gebeten, jedoch wurde dies in Teheran öffentlich dementiert. Gleichzeitig berichtete die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf iranische Quellen, dass Teheran das amerikanische 48-Stunden-Angebot für einen Waffenstillstand abgelehnt habe.
Nach Angaben des WSJ hat der Iran in informellen Kontakten strenge Bedingungen für einen Kriegsstopp formuliert: die Zahlung von Reparationen, den Abzug amerikanischer Truppen von Stützpunkten im Nahen Osten und Garantien, dass es keine neuen Angriffe mehr geben wird. Separat betonen Quellen der Zeitung, dass Trump bereit war, über einen Waffenstillstand nur unter der Bedingung zu sprechen, dass die Straße von Hormuz geöffnet wird. Zuvor berichtete der Sender CNN, dass in der Liste der iranischen Forderungen für einen Kriegsstopp ein neuer Punkt hinzugekommen ist, der zuvor nicht vorhanden war – die Anerkennung der Souveränität des Iran über die Straße von Hormuz.
Am 31. März berichtete das Wall Street Journal, dass der US-Präsident Donald Trump bereit sei, den Krieg gegen den Iran zu beenden, selbst wenn die Straße von Hormuz nicht vollständig geöffnet wird. Am 28. März meldete Reuters, dass Trump einen Monat nach Beginn der militärischen Operation gegen den Iran vor einer schwierigen Entscheidung stehe – einen potenziell nicht idealen Deal abzuschließen und den Krieg zu beenden oder das Risiko einer Eskalation einzugehen, die zu einem langwierigen Konflikt führen könnte.
Diese Situation rund um die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran verdeutlicht die Komplexität der diplomatischen Bemühungen in einer Region, in der die Spannungen zwischen den Staaten hoch bleiben. Das Fehlen von Fortschritten in den Gesprächen könnte zu einer weiteren Eskalation des Konflikts führen, was nicht nur in den Ländern des Nahen Ostens, sondern auch weltweit Besorgnis auslöst.