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Oppositionspartei Tisa hat Chancen auf Erfolg im ungarischen Parlament

Die Oppositionspartei Tisa hat vielversprechende Aussichten auf einen Sieg bei den bevorstehenden Wahlen zum ungarischen Parlament, die am 12. April stattfinden sollen. Laut Prognosen des Meinungsforschungsinstituts Median könnte die Partei unter der Führung von Peter Madyar zwischen 138 und 142 Sitzen im Parlament gewinnen.

Die Oppositionspartei Tisa hat alle Chancen auf Erfolg bei den bevorstehenden Wahlen zum ungarischen Parlament, die für den 12. April angesetzt sind. Laut Prognosen des Meinungsforschungsinstituts Median, die am 8. April veröffentlicht wurden, könnte die Partei unter der Leitung von Peter Madyar zwischen 138 und 142 Sitzen in dem aus 199 Abgeordneten bestehenden Parlament gewinnen.

Soziologen haben die Ergebnisse der letzten fünf Umfragen zur öffentlichen Meinung analysiert, die Ende Februar und im März durchgeführt wurden. Sie kamen zu dem Schluss, dass die Tisa-Partei, die die Regierung unter Premierminister Viktor Orbán kritisiert, realistische Chancen hat, eine bedeutende Mehrheit im Parlament zu erhalten. Dies könnte einen wichtigen Schritt zur Veränderung des politischen Kurses des Landes darstellen.

Im Gegensatz dazu wird die Regierungspartei Fidesz, die von Premierminister Viktor Orbán geführt wird, voraussichtlich zwischen 49 und 55 Sitzen im Parlament rechnen können. Darüber hinaus wird erwartet, dass die rechtsextreme Partei Unsere Heimat möglicherweise fünf oder sechs weitere Sitze gewinnen kann. Somit müsste die Tisa-Partei mindestens 133 Sitze erreichen, um die notwendige Mehrheit für Verfassungsänderungen und grundlegende Gesetze zu sichern.

Sollten die Prognosen zutreffen, könnte die Partei von Madyar Maßnahmen umsetzen, die es ermöglichen würden, die Mittel der Europäischen Union freizugeben, was ein wichtiges Anliegen für die wirtschaftliche Entwicklung des Landes darstellt.

Vor diesem Hintergrund besuchte am 7. April der US-Vizepräsident Jay D. Vance Budapest und bekundete seine Unterstützung für Viktor Orbán, den er als „besten Spieler“ im Bereich der Diplomatie bezeichnete. Diese Unterstützung aus den USA könnte Einfluss auf die politische Situation in Ungarn haben.

Auch der US-Präsident Donald Trump hat Orbán öffentlich unterstützt. In einem Telefonat mit Vance äußerte Trump, dass er ein „großer Bewunderer“ des ungarischen Premierministers sei, was auf enge Verbindungen zwischen den beiden Ländern hindeuten könnte.

Am 1. April berichtete Reuters, dass die Oppositionspartei Tisa ihren Vorsprung vor der regierenden Fidesz-Partei vor den Wahlen am 12. April ausgebaut hat. Diese Daten deuten auf eine wachsende Unterstützung der Opposition unter den Wählern hin, was zu erheblichen Veränderungen in der politischen Landschaft Ungarns führen könnte.

Insgesamt könnten die Wahlen am 12. April entscheidend für die Zukunft Ungarns sein, da die Ergebnisse der Abstimmung den politischen Kurs des Landes und dessen Beziehungen zur Europäischen Union grundlegend verändern könnten.