Offizier aus Dnipropetrowsk spielte während Krankheitsurlaub im Casino – DBR
Mitarbeiter des Staatlichen Ermittlungsbüros (DBR) haben die Voruntersuchung eines weiteren Falls gegen einen Offizier aus der Dnipropetrowsk-Region abgeschlossen, der während eines fingierten Krankheitsurlaubs im Casino spielte und weiterhin Gehalt erhielt.
Das Staatliche Ermittlungsbüro (DBR) hat am Mittwoch auf seiner Website bekanntgegeben, dass ein Offizier der ukrainischen Streitkräfte in der Dnipropetrowsk-Region eine gefälschte medizinische Bescheinigung erstellt hat, um seinen Dienstpflichten nicht nachzukommen. Der Offizier hatte sich als krank gemeldet, um während dieser Zeit im Casino zu spielen und finanzielle Unterstützung zu erhalten.
In den Dokumenten wurde angegeben, dass der Offizier von April bis September 2025 in stationärer Behandlung war. In Wirklichkeit nutzte er diesen Zeitraum jedoch, um illegale Aktivitäten zu organisieren und persönliche Angelegenheiten zu regeln. Das DBR betont, dass der Offizier trotz seiner faktischen Abwesenheit vom Dienst weiterhin Gehalt bezog.
Die Ermittler haben festgestellt, dass der Offizier während seines fingierten „Krankheitsurlaubs“ auch Spielstätten besuchte und beträchtliche Geldsummen ausgab. Dies wirft nicht nur Fragen zur Integrität des Offiziers auf, sondern auch zur Überwachung und Kontrolle innerhalb der Streitkräfte.
Das DBR hat zudem darauf hingewiesen, dass dieser Offizier bereits zuvor in einen ähnlichen Skandal verwickelt war. Er wurde beschuldigt, einer Abgeordneten des Dnipropetrowsker Regionalrats bei der fingierten Ableistung des Militärdienstes geholfen zu haben. Diese Vorwürfe werfen ein schlechtes Licht auf die militärische Disziplin und die Einhaltung der Gesetze in der Ukraine.
Zusätzlich wurde im September 2025 festgestellt, dass der Offizier zusammen mit Komplizen an der Organisation illegaler Ausreisen von Militärangehörigen in europäische Länder beteiligt war. Diese Aktivitäten sind besonders besorgniserregend, da sie in Zeiten des Krieges die nationale Sicherheit gefährden.
Die Ermittlungen zu diesem Fall sind Teil eines umfassenderen Verfahrens, das im Februar 2026 gegen die Abgeordnete eingeleitet wurde. Die gesammelten Materialien wurden bereits an das Gericht übergeben, um rechtliche Schritte einzuleiten. Dies zeigt, dass die ukrainischen Behörden entschlossen sind, gegen Korruption und illegale Praktiken innerhalb der Streitkräfte vorzugehen.
Aktuell wird dem Offizier zusätzlich vorgeworfen, sich während des Kriegszustands von der Militärdienstpflicht zu drücken (Artikel 409, Teil 4 des Strafgesetzbuches der Ukraine) sowie Betrug (Artikel 190, Teil 2 des Strafgesetzbuches der Ukraine) begangen zu haben. Diese Vorwürfe könnten zu erheblichen rechtlichen Konsequenzen führen und die Notwendigkeit einer Reform innerhalb der Streitkräfte unterstreichen.