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Weltbevölkerung überschreitet Grenzen der Stabilität: Neue Studie von Wissenschaftlern

Die Weltbevölkerung, die derzeit etwa 8,3 Milliarden Menschen umfasst, hat bereits die Grenzen überschritten, die der Planet stabil unterstützen kann, angesichts der gegenwärtigen Verbrauchsraten. Dies ist das Ergebnis einer neuen Studie, die von einem Team von Wissenschaftlern unter der Leitung von Cory Bradshaw von der Flinders University durchgeführt wurde.

Die Weltbevölkerung, die derzeit etwa 8,3 Milliarden Menschen umfasst, hat bereits die Grenzen überschritten, die der Planet stabil unterstützen kann, angesichts der gegenwärtigen Verbrauchsraten. Dies ist das Ergebnis einer neuen Studie, die von einem Team von Wissenschaftlern unter der Leitung von Cory Bradshaw von der Flinders University durchgeführt wurde, die über 200 Jahre demografische Daten analysierten.

Die Forscher kamen zu dem Schluss, dass die Menschheit bereits weit über das hinaus lebt, was die Erde langfristig aushalten kann. Ökologen definieren dies als "Tragfähigkeit der Umwelt" – eine Schätzung, wie viele Individuen einer bestimmten Art unter Bedingungen begrenzter Ressourcen und deren Erneuerungsrate existieren können. Laut den Wissenschaftlern gelang es den Menschen, diese Grenzen vorübergehend durch technologische Fortschritte, insbesondere durch die Nutzung fossiler Brennstoffe, zu erweitern.

Der Übergang zu fossilen Brennstoffen im 20. Jahrhundert war ein Schlüsselfaktor, der es ermöglichte, die Bevölkerung des Planeten drastisch zu erhöhen. Trotz dieser Errungenschaften betonen die Wissenschaftler jedoch, dass die Erde nicht in der Lage ist, Ressourcen so schnell zu regenerieren, wie die Menschen sie verbrauchen. Bradshaw stellte fest, dass der Planet nicht einmal das derzeitige Verbrauchsniveau ohne signifikante Änderungen in den Ansätzen zur Ressourcennutzung aufrechterhalten kann.

In der Studie unterscheiden die Wissenschaftler auch zwischen zwei Begriffen: der maximalen Tragfähigkeit, die eine theoretische Grenze darstellt, selbst wenn sie mit Hunger und Kriegen einhergeht, und der optimalen Tragfähigkeit, bei der Menschen stabil und mit einem akzeptablen Lebensstandard leben können. Ihren Schätzungen zufolge liegt die maximale Grenze bei etwa 12 Milliarden Menschen, während die optimale nur 2,5 Milliarden beträgt. Dies deutet darauf hin, dass die aktuellen Probleme des übermäßigen Konsums, die weltweit beobachtet werden, die Folge der Überschreitung der optimalen Grenze sind.

Die Studie zeigte, dass die Bevölkerung bis in die 1950er Jahre immer schneller wuchs, jedoch seit den 1960er Jahren die Wachstumsrate zu sinken begann, obwohl die Gesamtzahl der Menschen weiterhin zunimmt. Diese Veränderung bezeichnen die Wissenschaftler als "negative demografische Phase", in der die Geburt neuer Menschen das allgemeine Bevölkerungswachstum nicht mehr beschleunigt. Prognosen zufolge, wenn dieser Trend anhält, wird die Bevölkerung in den Jahren 2060 bis 2070 einen Höhepunkt von 11,7 bis 12,4 Milliarden Menschen erreichen.

Der Unterschied zwischen den optimalen 2,5 Milliarden und den derzeitigen 8,3 Milliarden erklärt laut den Forschern die gegenwärtigen Probleme des übermäßigen Konsums. Insbesondere hat die Vereinten Nationen bereits auf eine globale Wasserkrise hingewiesen, und die Tierpopulationen schrumpfen aufgrund der Konkurrenz mit Menschen um Ressourcen. Die Nutzung fossiler Brennstoffe, die zwar vorübergehend die Möglichkeiten des Planeten zur Produktion von Düngemitteln und Energie erhöht, trägt gleichzeitig zur Klimaveränderung bei, die die Ökosysteme zerstört.

Die Forscher sind auch der Ansicht, dass das Bevölkerungswachstum einen größeren Einfluss auf Temperatur, Emissionen und den ökologischen Fußabdruck hat als das Wachstum des Verbrauchs pro Person. Sie warnen, dass ohne schnelle Veränderungen in der Nutzung von Energie, Land und Nahrungsmitteln Milliarden von Menschen in der Zukunft mit Instabilität konfrontiert sein könnten. Die Autoren der Studie betonen jedoch, dass die Situation noch geändert werden kann, wenn die Länder gemeinsam handeln, um Lösungen für eine nachhaltige Entwicklung zu finden.