Zahl der Beschwerden über Sprachgesetzgebung steigt auf 659 im ersten Quartal
Im ersten Quartal 2026 erhielt die Beauftragte für den Schutz der Staatssprache, Olena Ivanowska, 659 Beschwerden von Bürgern über Verstöße gegen die Sprachgesetzgebung. Dies zeigt die wachsende Relevanz des Sprachthemas in der Ukraine, insbesondere in der Hauptstadt Kiew.
Im ersten Quartal 2026 erhielt die Beauftragte für den Schutz der Staatssprache, Olena Ivanowska, insgesamt 659 Beschwerden von Bürgern, die sich auf Verstöße gegen die Sprachgesetzgebung beziehen. Laut einer Mitteilung des Sekretariats kamen 36% dieser Beschwerden aus Kiew, was auf die hohe Aktualität des Sprachthemas in der ukrainischen Hauptstadt hinweist.
Die bereitgestellten Daten des Sekretariats zeigen, dass im Vergleich zum ersten Quartal 2025, als 646 Beschwerden registriert wurden, die Anzahl der Anfragen im Jahr 2026 um 13 gestiegen ist. Dies deutet auf eine zunehmende Aktivität der Bürger in Fragen der Einhaltung der Sprachgesetzgebung hin, insbesondere des Gesetzes „Über die Funktion der ukrainischen Sprache als Staatssprache“.
Zu den häufigsten Gründen, aus denen Bürger sich an die Sprachbeauftragte wandten, gehörten Verstöße im Zusammenhang mit Internetauftritten. So betrafen 168 Beschwerden (26% der Gesamtzahl) die vollständige oder teilweise Abwesenheit einer ukrainischen Version von Websites sowie das automatische Laden von Versionen in nichtstaatlicher Sprache. Diese Problematik bleibt von großer Bedeutung, da die ukrainische Sprache in allen Bereichen der Informationsdienstleistungen Priorität haben sollte.
Darüber hinaus waren 103 Beschwerden (17%) mit der Bereitstellung von Dienstleistungen verbunden, insbesondere mit der direkten Kundenbetreuung in ukrainischer Sprache. Dies zeigt die Notwendigkeit, das Sprachniveau der Mitarbeiter im Dienstleistungssektor zu erhöhen. Weitere 92 Beschwerden (14%) betrafen Außenwerbung und Informationen für die allgemeine Bekanntmachung, wie Ankündigungen und Schilder, die ebenfalls die Aufmerksamkeit der zuständigen Behörden erfordern.
Zusätzlich wurden 52 Beschwerden (8%) im Bildungsbereich registriert, was auf Probleme mit der Verwendung der ukrainischen Sprache in Bildungseinrichtungen hinweist. Informationen über Waren und Dienstleistungen sowie Preisschilder führten zu 48 Beschwerden (7%), während die Medien 45 Beschwerden (7%) erhielten. Weitere 36 Beschwerden (6%) betrafen die Behörden und 33 Beschwerden (5%) den Kulturbereich.
Insbesondere kam die größte Anzahl an Beschwerden aus Kiew – 238 Anfragen (36% der Gesamtzahl), was auf das Engagement der Kiewer Bürger beim Schutz der Staatssprache hinweist. Die Region Odessa belegte mit 116 Beschwerden (18%) den zweiten Platz, gefolgt von der Region Charkiw mit 91 Beschwerden (14%) und der Region Dnipropetrowsk mit 61 Beschwerden (9%).
Es ist erwähnenswert, dass im Jahr 2024 der Sprachbeauftragten 569 Bürgeranfragen zu Verstößen gegen das Sprachgesetz im ersten Quartal vorlagen, während diese Zahl im Jahr 2025 auf 646 Anfragen anstieg. Somit stieg die Anzahl der Anfragen im Jahr 2025 um 26% im Vergleich zum Jahr 2024, was auf das wachsende Interesse der Gesellschaft an Fragen der Sprachgesetzgebung hinweist.