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Bewohner von Isjum, der sich als Hilfsarbeiter ausgab und Informationen über die ukrainischen Streitkräfte für einen Vertreter der Russischen Föderation sammelte, zu 15 Jahren Haft verurteilt

Ein 36-jähriger Bewohner von Isjum wurde vom Schewtschenko-Bezirksgericht in Charkiw wegen Hochverrats während des Kriegsrechts zu 15 Jahren Haft verurteilt. Das Gericht entschied zudem über die Einziehung seines Vermögens.

Das Schewtschenko-Bezirksgericht in Charkiw hat entschieden, einen 36-jährigen Mann aus Isjum für schuldig zu befinden, Hochverrat begangen zu haben, was unter den Bedingungen des Kriegsrechts stattfand, gemäß Teil 2 des Artikels 111 des Strafgesetzbuchs der Ukraine. Das Gericht verhängte eine Strafe von 15 Jahren Freiheitsentzug mit der Einziehung seines Vermögens, wie die Pressestelle der Staatsanwaltschaft der Oblast Charkiw mitteilte.

Laut den Akten des Verfahrens begann der Angeklagte im Sommer 2025 aktiv Kontakt zu einem Administrator und dem faktischen Eigentümer eines Telegram-Kanals aufzunehmen, der sich auf das Sammeln und Übertragen von Informationen über die Positionen der ukrainischen Streitkräfte und deren Technik an die russischen Streitkräfte spezialisiert hat. Auf Anweisung eines Vertreters der Russischen Föderation begann der Isjum-Bewohner, Daten über die Positionen der Verteidigungskräfte zu sammeln und tarnte seine Aktivitäten als Hilfsangebot für alltägliche Arbeiten.

Um das Vertrauen der ukrainischen Soldaten zu gewinnen und Zugang zu Informationen über deren Dislokation an der Frontlinie bei Isjum zu erhalten, bot der Mann seine Dienste als Hilfsarbeiter an. In der Nähe der Soldaten fotografierte und filmte er heimlich die Standorte des Personals und der Technik und markierte diese Koordinaten auf Screenshots von Google Maps. Die gesammelten Daten übermittelte er an den Vertreter der Russischen Föderation und folgte dessen Anweisungen.

Dank der Bemühungen der Strafverfolgungsbehörden wurde der Isjum-Bewohner im September 2025 festgenommen. Im Laufe der Ermittlungen wurde festgestellt, dass seine Handlungen der nationalen Sicherheit der Ukraine erheblichen Schaden zufügten, da er versuchte, wichtige Informationen zu übermitteln, die gegen die ukrainischen Streitkräfte verwendet werden könnten.

Dieser Fall ist ein anschauliches Beispiel für die Bedrohungen, denen die Ukraine im Krieg ausgesetzt ist, wenn Verräter verschiedene Methoden nutzen, um Informationen im Interesse des Feindes zu sammeln. Das Urteil, das vom Schewtschenko-Bezirksgericht gefällt wurde, zeigt die Entschlossenheit der ukrainischen Behörden im Kampf gegen Hochverrat und zum Schutz der nationalen Sicherheit.

Es ist wichtig zu betonen, dass ähnliche Fälle keine Einzelfälle sind. In der Ukraine arbeiten die Strafverfolgungsbehörden aktiv daran, Personen zu identifizieren und zu bestrafen, die mit dem Feind zusammenarbeiten. Die Behörden rufen die Bürger auf, wachsam zu sein und verdächtige Aktivitäten zu melden, die die Sicherheit des Landes gefährden könnten.