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Mathematik des Absurden: Wie unterschiedliche Ansätze zur Erfassung von Beschäftigten die Belastung für Arbeitgeber vervielfachen

Danilo Hetmanzew, Abgeordneter der Werchowna Rada der Ukraine und Vorsitzender des Finanzausschusses, hat sich an die Regierung gewandt, um Klarheit über die Methodik zur Erfassung der durchschnittlichen Anzahl von Beschäftigten zu erhalten. Seine Anfrage zeigt, dass die Realität für Unternehmen weit von den offiziellen Erklärungen entfernt ist.

Danilo Hetmanzew, Abgeordneter der Werchowna Rada der Ukraine und Vorsitzender des Ausschusses für Finanzen, Steuer- und Zollpolitik, hat kürzlich die Regierung um eine Erklärung zur Methodik der Erfassung der durchschnittlichen Anzahl von Beschäftigten im Rahmen des Gesetzes zur Unterstützung der Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen gebeten. Die Antwort, die er erhielt, war mehr formell als inhaltlich und vermittelte deutlich die Botschaft an die Arbeitgeber: 'Zahlt den Beitrag.'

Auf der Ebene staatlicher Institutionen mag das Problem nicht sichtbar sein, doch in der Praxis sieht sich die Wirtschaft einer völlig anderen Realität gegenüber. Daher entschloss sich Hetmanzew, die Situation erneut zu erklären und einfache Beispiele zu verwenden, um zu demonstrieren, wie dieses Problem bereits Auswirkungen auf Unternehmen hat.

Betrachten wir einen fiktiven Arbeitgeber, der 100 Mitarbeiter hat, von denen sich 10 im unbezahlten Urlaub aufgrund militärischer Aggression befinden und 20 Arbeitsverträge ausgesetzt sind. Zur Bestimmung des Norms werden gemäß den statistischen Richtlinien externe Teilzeitkräfte nicht berücksichtigt, jedoch werden alle anderen Mitarbeiter, einschließlich der mobilisierten, der Mitarbeiter im unbezahlten Urlaub und derjenigen, deren Arbeitsverträge ausgesetzt sind, einbezogen.

Somit werden von den 100 Mitarbeitern lediglich 10 externe Teilzeitkräfte ausgeschlossen, was 90 Mitarbeiter für die Berechnung übrig lässt. Entsprechend beträgt der Normsatz 4% dieser Zahl, was 4 Arbeitsplätze für die Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen entspricht. Wenn der Arbeitgeber diesen Normsatz nicht erfüllt, ist er verpflichtet, einen Beitrag zu zahlen.

Für die Berechnung des Beitrags gelten jedoch andere Regeln. Insbesondere werden Mitarbeiter, die tatsächlich kein Gehalt erhalten oder keine Arbeitsfunktionen ausüben, wie mobilisierte Personen, Mitarbeiter im unbezahlten Urlaub und solche mit ausgesetzten Arbeitsverträgen, nicht in die Berechnung der durchschnittlichen Anzahl von Beschäftigten einbezogen. Stattdessen werden externe Teilzeitkräfte im Rahmen des Äquivalents einer Vollzeitbeschäftigung in die Berechnung einbezogen.

Somit ergibt sich aus denselben 100 Mitarbeitern ein anderer Wert für die durchschnittliche Anzahl der Beschäftigten – 40 Mitarbeiter, von denen die weitere Berechnung des Beitrags erfolgt. Die Logik dahinter ist einfach: Man kann den Lohnfonds nicht auf diejenigen verteilen, die kein Gehalt erhalten, da dies zu verzerrten Ergebnissen führen würde.

Diese gleichen Mitarbeiter 'existieren' in verschiedenen Berechnungen unterschiedlich. Für die Berechnung des Normsatzes sind externe Teilzeitkräfte faktisch 'unsichtbar', während sie bei der Berechnung des Beitrags bereits berücksichtigt werden und Auswirkungen auf das finanzielle Ergebnis haben. Im Gegensatz dazu ist die Situation mit anderen Mitarbeiterkategorien umgekehrt: Sie werden bei der Festlegung des Normsatzes berücksichtigt, was diesen erhöht, jedoch nicht bei der Berechnung des Beitrags.

Genau diese Differenz in den Ansätzen schafft ein Ungleichgewicht im gesamten System. Die Einbeziehung von 'inaktiven' Mitarbeitern in die Berechnung des Normsatzes führt zu einer erheblichen Erhöhung des Beitragsbetrags. Zum Beispiel, wenn das durchschnittliche Gehalt unseres fiktiven Arbeitgebers 30.000 UAH beträgt, würde der Normsatz gemäß der aktuellen Berechnung 4 Personen betragen. Folglich würde der Beitrag 4 × (30.000 × 40%) × 3 = 144.000 UAH pro Quartal betragen.

Berücksichtigt man jedoch den ermäßigten Satz, der während des Kriegsrechts gilt, würde der tatsächliche Beitrag 72.000 UAH pro Quartal betragen. Wenn man die tatsächlich arbeitenden Mitarbeiter in Betracht zieht, würde der Normsatz auf 1 Person sinken, und der Beitrag würde 36.000 UAH pro Quartal betragen. Mit dem ermäßigten Satz würde der tatsächliche Beitrag 18.000 UAH pro Quartal betragen.

Diese Situation zeigt, dass die finanzielle Belastung durch unterschiedliche Ansätze zur Bestimmung der Anzahl der Mitarbeiter um ein Vielfaches steigen kann. Es stellt sich die logische Frage: Ist ein solcher Ansatz gerechtfertigt? Tatsächlich sagt der Staat heute dem Arbeitgeber, dass die Erhaltung von Mitarbeitern während des Krieges zusätzliche Kosten für das Unternehmen bedeutet.

Dies sendet ein gefährliches Signal: Soziale Verantwortung des Unternehmens wird finanziell unvorteilhaft. Es entsteht der Eindruck, dass je mehr ein Arbeitgeber Menschen beschäftigt, desto mehr er zahlen muss. Diese Situation erfordert eine dringende Überprüfung.

Als Abgeordneter werde ich mich erneut an die Regierung wenden und die Einbringung von Änderungen und die normative Regelung dieser Angelegenheit initiieren, um Gerechtigkeit in den Ansätzen zur Erfassung von Mitarbeitern zu gewährleisten und die finanzielle Belastung für Unternehmen zu verringern.