Luk Bell und sein Vater Mike stellen Rekord für elektrische Drohnen auf: 5 Stunden in der Luft
Luk Bell und sein Vater Mike, bekannt für die Entwicklung der schnellsten Rennquadcopter der Welt, haben kürzlich einen beeindruckenden Erfolg erzielt, indem sie einen inoffiziellen Ausdauerrekord für elektrische Drohnen aufstellten.
Luk Bell und sein Vater Mike, die durch die Schaffung der schnellsten Rennquadcopter der Welt Berühmtheit erlangten, haben kürzlich ihre Forschungsrichtung geändert und dabei einen bemerkenswerten Erfolg erzielt. Sie stellten einen inoffiziellen Rekord für die Ausdauer von elektrischen Drohnen auf, indem ihr neuer Drohne, die ausschließlich mit Solarzellen betrieben wird, 5 Stunden, 2 Minuten und 21 Sekunden in der Luft blieb. Luk teilte mit, dass er das Gerät nicht wegen Energiemangels landen ließ, sondern einfach, weil er müde wurde, am Steuer zu stehen.
Wie das Magazin New Atlas berichtet, ist dies nicht das erste Mal, dass die Familie Bell über die Möglichkeiten standardmäßiger Technologien hinausgeht. Im Januar 2026 erreichte ihr Drohne Peregreen 4 beeindruckende 657 Kilometer pro Stunde. Das neue Solarprojekt erforderte jedoch einen ganz anderen ingenieurtechnischen Ansatz. "Ein Drohne, die keine Steckdose benötigt und hunderte Kilometer bei Tageslicht fliegen kann, ist ein ganz anderes Level der Autonomie für Landwirte oder Kartografen", erklärte Luk und betonte die Bedeutung dieser Entwicklung.
Die größte Herausforderung für solche Technologien war immer das Problem der "Batterieangst", bei dem die Flugzeit von Drohnen auf 20 bis 30 Minuten beschränkt ist. Daher stellte die Entwicklung eines Drohnen, der mit Solarzellen betrieben wird, eine echte Herausforderung für Ingenieure dar. Die technische Evolution des Geräts durchlief zahlreiche Schwierigkeiten und Fehler. Der erste Prototyp der Drohne hatte überhaupt keine Batterien oder Kondensatoren – er arbeitete mit Gleichstrom und erhielt Energie von 27 Solarzellen. Diese fragile Konstruktion, die auf einem Carbon-X-Rahmen gefertigt wurde, konnte zwar abheben, hielt jedoch nur drei Minuten, bis der erste Windstoß den Photonenfluss unterbrach, was zum Absturz der Drohne führte.
In der zweiten Version der Drohne gelang es den Bells, das Gewicht des Rahmens um 70 Gramm zu reduzieren, was eine Einsparung von etwa 4 Watt zur Folge hatte, und eine hybride Stromversorgung einzuführen. Eine entscheidende Lösung war die Schaffung eines Backup-Kreises unter Verwendung von Dioden und einer Hilfsbatterie. Die Dioden fungieren als Einwegventile, die den Rückfluss von Strom in die Panels blockieren. Falls eine Wolke oder eine plötzliche Manöver eine Spitzenlast erzeugt, die die Panels nicht abdecken können, wird die Batterie automatisch aktiviert, um den Betrieb der Drohne aufrechtzuerhalten. Das finale Modell der Drohne verfügt über 28 Panels, die in der Spitze 110 Watt liefern können. Da für das stabile Schweben der Drohne etwa 70 Watt benötigt werden, wird der gesamte verbleibende Energieüberschuss zur Aufladung der Pufferbatterie verwendet.
Bis heute bleibt der Wind der Hauptfeind der Entwicklung. Aufgrund der großen Fläche der Panels und des geringen Gewichts hat die Drohne eine zu hohe Segelwirkung, was ihre Stabilität in der Luft erschwert. In der zukünftigen Version V3 plant Luk, das Gerät in ein vollwertiges eVTOL umzuwandeln, was es ermöglichen würde, die Solarzellen als Flügel zu nutzen. Dies würde den Energieverbrauch im Horizontalflug auf 10 % der für das Schweben erforderlichen Leistung senken. Somit setzt die Familie Bell weiterhin Innovationen im Drohnenbereich um und eröffnet neue Horizonte für deren Einsatz in verschiedenen Branchen.