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Chinesischer Satellit testet erfolgreich flexible Roboterhand zur Wartung von Raumfahrzeugen

Der chinesische kommerzielle Satellit Yuxing-3 06 hat erfolgreich eine flexible Roboterhand im Orbit getestet, was entscheidend für die zukünftige Wartung und Betankung von Raumfahrzeugen ist.

Der chinesische kommerzielle Satellit Yuxing-3 06, auch bekannt als Xiyuan-0, hat am 16. März 2026 erfolgreich die Tests einer flexiblen Roboterhand im Orbit abgeschlossen. Diese Mission stellt einen bedeutenden Schritt in der Entwicklung autonomer Technologien für den Weltraum dar, die die Wartungsprozesse von Satelliten erheblich vereinfachen könnten.

Der Satellit Yuxing-3 06 wurde mit einer Kuaizhou-11 Y7-Rakete vom Raumfahrtzentrum Jiuquan gestartet und auf seine vorgesehene Umlaufbahn gebracht. Besonders hervorzuheben ist, dass es sich hierbei um den ersten Test einer flexiblen Roboterhand handelt, die von der Firma Suzhou Sanyuan Aerospace Technology in Zusammenarbeit mit der Tsinghua University Shenzhen International Graduate School und Shenzhen Mofang Satellite Technology entwickelt wurde, die die Plattform des Satelliten bereitstellte.

Während der Mission führten Ingenieure Tests der Roboterhand unter verschiedenen komplexen Szenarien durch, um deren Fähigkeiten zur Wartung und Betankung von Satelliten zu überprüfen. Insbesondere wurde die programmierte und fernbediente Simulation von Betankungsprozessen, das Andocken mit Kameras sowie die Kraftsteuerung getestet. Diese Tests ermöglichten es, die Effizienz der Roboterhand bei der Durchführung komplexer Operationen im Weltraum zu überprüfen.

Im ersten Betriebsmodus plante die Roboterhand ihre Bewegungen autonom und führte diese ohne Eingriffe von der Erde aus. Dies umfasste den Übergang von einer sicheren Position zum Andocken und zurück, was die Genauigkeit der autonomen Planung bestätigte. Im zweiten Modus steuerten Operatoren von der Erde aus die Hand in Echtzeit, indem sie einen Controller und Videobilder von der Kamera verwendeten, was die Interaktion zwischen Mensch und System im Weltraum erprobte.

Der dritte Testmodus beinhaltete die Nutzung eines visuellen Kontrollsystems, bei dem die Position des Manipulators anhand von Kamerabildern bestimmt wurde, um dann Bewegungsbefehle zu generieren. Dies ermöglichte die Überprüfung des geschlossenen Regelkreises zwischen Erde und Orbit. Der vierte Modus testete die Kraftsensitivität, bei dem die Hand basierend auf Sensordaten ihre Bewegungen autonom steuerte und dabei Kreise, Dreiecke und gerade Linien zeichnete. Dies demonstrierte die Genauigkeit der Steuerung und die Fähigkeit, empfindliche Operationen wie den Zusammenbau von Strukturen oder den Austausch von Komponenten im Weltraum durchzuführen.

Die Konstruktion der flexiblen Roboterhand vereint Flexibilität, geringes Gewicht und Zuverlässigkeit. Sie ist mit flexiblen Kraftstoffleitungen kompatibel, was zukünftige Betankungen im Orbit sicherer machen soll. Die Antriebselemente sind im Inneren des Satelliten untergebracht, was den Schutz vor Temperatur und Strahlung vereinfacht und die Entwicklungskosten senkt.

Darüber hinaus wurde während der Mission die Interaktion zwischen dem Satelliten und den Bodenstationen getestet. Dank eines globalen Netzwerks konnte die Kommunikation auf einer sonnensynchronen Umlaufbahn aufrechterhalten werden, wobei bis zu 20 Minuten Telemetrie und Steuerung pro Sitzung mit einer Verzögerung von weniger als einer Sekunde erreicht wurden. Das Unternehmen berichtete, dass der Satellit alle geplanten Operationen mit der Roboterhand erfolgreich durchgeführt hat, was als bedeutender Fortschritt in der Entwicklung von Technologien zur Wartung von Raumfahrzeugen angesehen wird.