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Schwämme organisieren Rettungsaktion für neugeborenes Kalb

Ein biologisches Wunder ereignete sich vor den Küsten Dominikas, als eine Gruppe von Pottwalen eine beeindruckende Rettungsaktion für ein neugeborenes Kalb startete. Diese bemerkenswerte Beobachtung beleuchtet die sozialen Strukturen und das Verhalten dieser faszinierenden Meeressäuger.

Der Biologe Shane Hero war zunächst entsetzt, als er einen verschwommenen blutigen Fleck um seine geliebte Familie von Pottwalen sah. Doch anstelle eines Raubtierangriffs wurde er Zeuge eines einzigartigen Spektakels – der Geburt eines 900 Kilogramm schweren Kalbes. Dieses Ereignis, das vor den Küsten Dominikas festgehalten wurde, öffnete den Wissenschaftlern die Augen für die Existenz eines echten 'Meeresdorfes', in dem Verwandte und sogar fremde Individuen sich zusammenschließen, um zu verhindern, dass das Neugeborene in den ersten Lebensminuten einfach ertrinkt.

Das Überleben von Pottwalen beginnt mit der Tatsache, dass sie mit einer sogenannten negativen Auftriebskraft zur Welt kommen. Im Gegensatz zu vielen anderen Säugetieren taucht ein Walbaby nicht auf, sondern sinkt wie ein Stein zu Boden, da seine Muskeln noch nicht in der Lage sind, gegen die Dichte des Wassers anzukämpfen und die Flossen nach der Zeit im Mutterleib noch gebogen bleiben. Dies erschwert den Geburtsprozess und das Überleben der neugeborenen Pottwale, die auf die Hilfe ihrer Umgebung angewiesen sind.

Am 8. Juli 2023 wurden die Wissenschaftler des Projekts CETI Zeugen, wie dieser biologische Nachteil durch soziale Kohäsion kompensiert wurde. Während die Mutter namens Rounder 34 Minuten lang mit den Wehen kämpfte, um das Kalb mit dem Schwanz voranzutreiben, versammelten sich 11 Wale in einem dichten Ring um sie. Dies zeigt, wie wichtig die Unterstützung innerhalb der Pottwal-Familie in solch kritischen Momenten ist.

Sobald das Kalb ins Wasser glitt, traten die 'Hebammen' in Aktion. Tante Aurora, Großmutter Lady Oracle und sogar das junge Weibchen Ariel, das keine direkten familiären Verbindungen zum Neugeborenen hatte, begannen abwechselnd, unter ihm einzutauchen. Sie stießen methodisch den hilflosen Körper mit ihren Schnauzen nach oben, um ihn buchstäblich an die Oberfläche zu drücken, damit es seinen ersten Atemzug machen konnte. Dieses beeindruckende Phänomen demonstriert, wie wichtig die soziale Struktur und Unterstützung in der Pottwal-Gemeinschaft ist.

„Das ist das detaillierteste Fenster in einen der wichtigsten Momente im Leben eines Wals, das wir jemals hatten“, bemerkt Shane Hero. Da diese Gruppe, Unit A, seit Jahrzehnten untersucht wird, konnten die Forscher die Rollen jedes Mitglieds der 'Rettungsaktion' minutengenau aufschlüsseln. Diese Entdeckung könnte unser Verständnis des sozialen Verhaltens von Meeressäugern verändern.

Während all dies geschah, brodelte der Ozean förmlich vor Geräuschen: Hydrophone erfassten über 5700 spezifische akustische Signale, die sogenannten Codes. Die Pottwale waren nicht nur laut – die Struktur ihrer 'Gespräche' veränderte sich dramatisch und wurde dichter, als sich Fremdlinge, die Grindwale, der Gruppe näherten. Dies deutet darauf hin, dass Pottwale ein komplexes Kommunikationssystem besitzen, das zur Koordination von Aktionen in gefährlichen Situationen genutzt werden kann. Darüber hinaus zeigte die Analyse, dass die Klicks Merkmale aufwiesen, die an Vokale in menschlicher Sprache erinnerten, was ihre Intelligenz und soziale Komplexität unterstreicht.

Dieses einzigartige Ereignis bestätigt erneut, wie wichtig soziale Bindungen in der Welt der Pottwale sind, und eröffnet neue Horizonte für die Erforschung ihres Verhaltens und ihrer Kommunikation. Die Wissenschaftler hoffen, dass zukünftige Studien helfen werden, diese komplexen sozialen Strukturen und ihren Einfluss auf das Überleben der Art besser zu verstehen.