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Ukrainische Regierung leitet 87,2% des Reservefonds zur Finanzierung dringender Bedürfnisse

Die ukrainische Regierung setzt ihre aktive Arbeit zur Finanzierung dringender staatlicher Bedürfnisse fort und hat im ersten Quartal 2026 beeindruckende 87,2% des Reservefonds des Staatshaushalts ausgegeben.

Der Ministerrat der Ukraine hat in den ersten drei Monaten des Jahres 2026 beachtliche 87,2% des Reservefonds des Staatshaushalts verwendet, um dringende Bedürfnisse des Staates zu finanzieren. Bis zum 30. März 2026 wurden bereits über 47,5 Milliarden Hrywnja aus dem Reservefonds zur Deckung der Kosten aufgewendet, die durch die negativen Auswirkungen der umfassenden militärischen Aggression der Russischen Föderation gegen die Ukraine entstanden sind. Dies gab das ukrainische Finanzministerium bekannt.

Der Gesamtumfang des Reservefonds für das Jahr 2026 beträgt 54,5 Milliarden Hrywnja, was auf die erhebliche Belastung hinweist, die der Krieg für den Staatshaushalt mit sich bringt. Das Finanzministerium betonte, dass der Reservefonds zur Finanzierung von kritischen, unvorhergesehenen oder dringenden Ausgaben verwendet wird, insbesondere in den Bereichen Sicherheit, Wiederherstellung der Infrastruktur und Gewährleistung der Lebensfähigkeit des Landes. Zum 30. März beliefen sich die Kassenaufwendungen aus dem Reservefonds auf 10,29 Milliarden Hrywnja.

Zu den Hauptausgaben des Reservefonds gehört der Schutz kritischer Infrastrukturen, für den 22 Milliarden Hrywnja bereitgestellt wurden. Diese Mittel sind für die systematische Verhinderung von Notfällen technogener Art vorgesehen, einschließlich der Verstärkung des Schutzes der Energie-, Verkehrs- und kommunalen Infrastruktur. Auch die Gewährleistung des stabilen Betriebs des Schienenverkehrs hat Priorität, wofür bis Ende 2026 16 Milliarden Hrywnja für die Umsetzung eines experimentellen staatlichen Auftrags zur Kompensation von Passagiertransporten bereitgestellt wurden.

Darüber hinaus wurden 3 Milliarden Hrywnja für die Notfallwiederherstellung von Straßen bereitgestellt. Diese Mittel werden für die laufende Reparatur und den Betrieb von stark befahrenen Straßen verwendet, insbesondere in den frontnahen Regionen, was für die Sicherheit und Mobilität der Bevölkerung von entscheidender Bedeutung ist. Weitere 2,56 Milliarden Hrywnja wurden zur Stärkung der energetischen Widerstandsfähigkeit bereitgestellt, was den Kauf mobiler Generatoren für Gemeinden umfasst.

Ein wichtiger Ausgabenbereich ist die Wiederherstellung des Verkehrs in der Südukraine, für die 0,72 Milliarden Hrywnja bereitgestellt wurden. Diese Mittel sind dafür vorgesehen, einen stabilen Verkehr in der Region Odessa sicherzustellen, der aufgrund von Angriffen auf kritische Einrichtungen vorübergehend eingestellt wurde. Zudem ist die Finanzierung des Baus einer temporären Brücke im Bereich des Grenzübergangs Jampil-Koseutsch vorgesehen.

Die Unterstützung der Mitarbeiter kritischer Infrastrukturen wurde ebenfalls nicht vernachlässigt – hierfür wurden 0,25 Milliarden Hrywnja bereitgestellt, die den Energieversorgern, Kommunaldiensten und Eisenbahnern zugutekommen werden. Darüber hinaus wurden 0,006 Milliarden Hrywnja zur Stärkung der Verteidigungsfähigkeit bereitgestellt, was einen wichtigen Schritt zur Festigung der Verteidigung in den Grenzgebieten darstellt.

Es ist erwähnenswert, dass das Finanzministerium keine Einzelheiten zu den Ausgaben von weiteren 3 Milliarden Hrywnja bekannt gibt, die ebenfalls aus dem Reservefonds bereitgestellt wurden. Zuvor hatte die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Daten ukrainischer und ausländischer Beamter berichtet, dass die Ukraine über finanzielle Mittel zur Deckung der Verteidigungsausgaben nur bis Juni 2026 verfügt, was die Dringlichkeit und Bedeutung einer effektiven Nutzung des Reservefonds unterstreicht.