Укрінформ

Ukrainische Militärbehörde veröffentlicht detaillierte Informationen über russische gelenkte Munition "Krasnopol-M2"

Die Hauptverwaltung für Aufklärung der Ukraine (HUR) hat umfassende Informationen über die russischen gelenkten Munitionstypen "Krasnopol-M2" veröffentlicht, einschließlich einer interaktiven 3D-Modellierung und Produktionsdaten.

Wie Ukrinform berichtet, hat die Hauptverwaltung für Aufklärung der Ukraine (HUR) detaillierte Informationen über die russischen gelenkten Munitionstypen "Krasnopol-M2" auf ihrem offiziellen Facebook-Konto veröffentlicht. Diese Informationen umfassen ein interaktives 3D-Modell, die Komponenten sowie Daten über die Unternehmen, die an der Herstellung dieser Artilleriemunition beteiligt sind.

Den bereitgestellten Informationen zufolge ist der Entwickler und Hauptproduzent der Munition das "Konstruktionsbüro für Gerätebau benannt nach Akademiker Shipunov", das Teil des Holdingunternehmens "Hochpräzisionskomplexe" der staatlichen Corporation "Rostec" ist. Dieses Unternehmen verfügt über umfangreiche Erfahrung in der Entwicklung und Produktion von hochpräzisen Munitionstypen und hat Anfang April 2023 öffentlich neue Lieferungen von "Krasnopol-M2"-Granaten für den Einsatz im Krieg gegen die Ukraine angekündigt.

Die gelenkte Splitter- und Sprengmunition "Krasnopol" mit einem Kaliber von 152 mm ist für den Einsatz mit selbstfahrenden Artillerieanlagen wie "Msta-S" und "Akazija" sowie mit gezogenen Anlagen, darunter "Msta-B" und D-20, vorgesehen. Die Zielansteuerung dieser Granaten erfolgt durch Laserbeleuchtung, die sowohl von Bodenkomplexen als auch von Drohnen wie "Orlan-30" und "Granat-4" bereitgestellt werden kann. Dies ermöglicht eine hohe Präzision bei der Bekämpfung von Zielen auf dem Schlachtfeld.

Nach Angaben der HUR besteht der Schuss "Krasnopol-M2" aus einer gelenkten Splitter- und Sprenggranate 3of95, einem Treibladungspaket und einer speziellen Verpackung. Die Reichweite hängt von der Modifikation des Systems und der Ladung ab und kann 20 Kilometer überschreiten. Diese Eigenschaften machen "Krasnopol-M2" zu einer der gefährlichsten Munitionen, die von den russischen Streitkräften im Konflikt in der Ukraine eingesetzt werden.

Darüber hinaus hat die HUR im Rahmen der Aktualisierung auch Details zur Konstruktion der Granaten sowie eine Liste von 17 Unternehmen veröffentlicht, die an ihrer Herstellung beteiligt sind. Dies zeigt, dass die Produktion solcher Munition ein komplexer Prozess ist, der die Beteiligung vieler Unternehmen erfordert, die verschiedene Komponenten liefern.

Die Militäraufklärung betonte, dass fünf der genannten Unternehmen bisher nicht unter die Sanktionen eines der Partnerländer fallen, obwohl sie an der Herstellung von Schlüsselkomponenten beteiligt sind, darunter Elemente des Zielansteuersystems, Elektromotoren für die Steuerantriebe und Zünder für den Gefechtskopf. Dies ist besorgniserregend, da die Staaten, die die Ukraine unterstützen, über solche Unternehmen informiert sein sollten, um Maßnahmen zur Einschränkung ihrer Aktivitäten zu ergreifen.

"Der Aggressorstaat Russland setzt weiterhin hochpräzise Munition im Krieg gegen die Ukraine ein, gestützt auf den Zugang zu Technologien und Komponenten", betonte die HUR und hob die Ernsthaftigkeit der Situation sowie die Notwendigkeit internationaler Unterstützung zur Bekämpfung der russischen Aggression hervor.

Es sei daran erinnert, dass die HUR zuvor auch detaillierte Informationen über die russischen Kamikaze-Munitionstypen "Lanzet" und "Skalpell" veröffentlicht hat, was auf eine kontinuierliche Überwachung und Analyse neuer Bedrohungen hinweist, die aus der Aggression Russlands resultieren können.

Für weitere Informationen und Neuigkeiten treten Sie unseren Kanälen auf Telegram, Instagram und YouTube bei.